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Nachrichten zu Wirtschaft, Unternehmen, Trends und Studien
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Ford Motor Company tritt der AUTOSAR Partnerschaft als Core Partner bei
[26.11.2003]
Die Automotive Open System Architecture (AUTOSAR) Partnerschaft hat den Beitritt der Ford Motor Company verkündet. AUTOSAR wurde von den Automobilherstellern BMW Group, DaimlerChrysler und Volkswagen sowie den Automobilzulieferern Bosch, Continental und Siemens VDO im Juli 2003 gegründet. Das Hauptziel von AUTOSAR besteht in der Standardisierung einer offenen elektrisch/elektronischen (E/E) Systemarchitektur.
Die Partnerschaft zielt darauf ab, Basisfunktionen und funktionale Schnittstellen zu definieren und zu standardisieren. Wesentlich ist hierbei, Funktionen verschiedener Hersteller zu integrieren und im Netzverbund zu transferieren. Auch soll die stetige Aktualisierung von Software über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs erleichtert und sichergestellt werden.
“Der Elektronikanteil heutiger Fahrzeuge ist enorm hoch und wird bei zukünftigen Fahrzeuggenerationen weiter zunehmen, so dass Innovationen im Fahrzeugbereich stark von der Elektronikentwicklung abhängen. Dabei wächst der Anspruch an die Vernetzung der einzelnen Systeme. Durch AUTOSAR sollen eine höhere Leistung und Zuverlässigkeit sowie eine größere Flexibilität bei der Integration neuer Technologien erreicht werden”, sagte Richard Parry-Jones, Vizepräsident für die globale Produktentwicklung und Chief Technical Officer der Ford Motor Company.
“Ford unterstützt AUTOSAR bei der Erarbeitung neuer Standards, die der Industrie helfen, Innovationen schnell und kosteneffektiv zu entwickeln und umzusetzen sowie dabei die steigende Komplexität zukünftiger elektronischer Plattformen zu bewältigen.”
Ford Motor Company tritt AUTOSAR als Core-Partner bei und hat somit wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung und Implementierung der technischen Standards und die organisatorische und administrative Leitung der Kooperation. Somit unterstützt Ford die Umsetzung dieses “Industriestandards” für die automobile E/E Systemarchitektur und wird helfen, die Entwicklung und Implementierung des AUTOSAR-Standards zu beschleunigen.
Die möglichen Vorteile einer solchen Standardisierung sind vielfältig und können der gesamten Automobilindustrie von hohem Nutzen sein. Aus Sicht eines Automobilherstellers wird der zunehmende Einsatz von Standard-Softwaremodulen wertvolle Ressourcen freisetzen, um innovative Systeme zu verwirklichen.
Indem Software-Module bei sämtlichen Produktlinien und Kunden verwendet werden, können Zulieferer ihren jeweiligen Entwicklungsaufwand und die Risiken senken sowie ihre Variantenanzahl minimieren. Der Wechsel von eigenen zu Standard-Schnittstellen und dem daraus resultierenden Zuwachs an Transparenz eröffnet große Potentiale für Werkzeug-Lieferanten und neue Firmen am Markt. Der AUTOSAR-Standard umfasst die Bereiche Bordnetz, Antriebssysteme, Fahrwerk und Sicherheitssysteme sowie Multimedia, Telematik und Mensch-Maschine-Schnittstelle. [ots/Ford]

Roadpricing: Busunternehmer wehren sich gegen Gleichstellung
[26.11.2003]
Von der Politik im Stich gelassen fühlen sich die heimischen Busunternehmer am Vorabend des Branchen-Schicksalsjahres 2004.” Kostensteigerungen von bis zu 25 Prozent durch die Einführung des Road-Pricings für Busfahrten auf Autobahnen und Schnellstraßen ab 1. Jänner sowie ein verschärfter Wettbewerb durch den freien Marktzugang für Busunternehmern aus den neuen EU-Staaten ab 1. Mai machen der Branche in österreich das überleben schwer.
“Jetzt geht es für die Busbranche darum, in der ‘wirtschaftlichen Europaliga’ am Ball zu bleiben und einen starken Zug zum Tor zu entwickeln!”, resümierte Fachverbandsgeschäftsführer Paul Blachnik den Tenor einer Podiumsdiskussion im Rahmen der am Dienstag in Wels eröffneten Bundestagung 2003 der Autobusunternehmungen.
Beide Entwicklungen - sowohl die Einführung des Road-Pricings als auch die EU-Erweiterung - seien nicht mehr zu stoppen, sagte Busunternehmer Ing. Johann Sklona in der von Ronald Barazon geleiteten Diskussionsrunde. Entscheidend sei jedoch das “Wie”. Aus dem anfänglich in Diskussion gebrachten “Road-Pricing für den Lkw-Schwerverkehr” wurde dann in relativ kurzer Zeit auch eine Busmaut. Anders als in Deutschland, wo nur die Lkw zur Kasse gebeten
werden.
Road-Pricing habe österreich die höchste Busmaut-Abgabe in ganz Europa gebracht, kritisierten die Busunternehmer. Die Preissteigerungen würden bis zu 25 Prozent betragen: “Solch einen Aufschlag würden Kunden aus der Tourismusbranche wohl kaum akzeptieren.”
Erwartungen der Branche seien schon zu oft enttäuscht worden, meinte Busunternehmer Komm.Rat Heinz Sramek aus Wien, weil der Bus zum eigenen Nachteil mit gesetzlichen Lkw-Maßstäben gemessen werde. Das gelte etwa auch für die nicht zeitgemäßen Gewichtslimits bei Bussen.
Anders als Lkw sind moderne Busse durch neue EU-Sicherheitsvorschriften in den vergangenen Jahren um bis zu 0,5 Tonnen schwerer geworden. Das gesetzlich erlaubte Höchstgewicht für Busse habe mit dieser Entwicklung in österreich nicht Schritt gehalten.
Das Resultat sind Anhaltungen, penible Kontrollen der Exekutive und verärgerte Fahrgäste in vermeintlich “überladenen” Bussen. Evo-Bus-Entwicklungschef Dr. Reinhard Schreiber trübte jedoch die Hoffnung auf Besserung: “EU-weit einheitliche Gewichtsnormen sind in näherer Zukunft nicht zu erwarten!” Auch die Hoffnung auf nationale Gesetzesänderungen scheint zu schwinden.
An die Vernunft und an die Eigeninitiative der Unternehmer appellierte Fachverbandsobmann Komm.Rat Karl Molzer. Er forderte die rund 300 Branchenkollegen, die zu der gemeinsam mit der Oberösterreich Touristik in Wels ausgerichteten Bundestagung erschienen waren, dazu auf, Belastungen, die durch das Road-Pricing entstehen, weiterzuverrechnen und sich mit innovativen Angeboten für den Wettbewerb mit den Unternehmen aus den neuen EU-Ländern zu rüsten. “Die Fuhrparks der tschechischen Unternehmer sind auf dem letzten Stand. Das wird ein beinharter und, für uns, vor allem in den ersten Jahren nicht unbedingt fairer Wettbewerb!” Denn das Lohnkosten-Niveau in der Busbranche der EU-Beitrittstaaten liege derzeit nur bei einem Drittel von jenem in österreich.
Wie berichtet, ist mit dem Beitritt für alle neuen EU-Staaten die Bus-Kabotage, wonach beispielsweise ein ungarischer Unternehmer ohne Niederlassung in österreich eine Fahrt von Wien nach Linz durchführen darf, erlaubt. Für den Verkehrsökonomen Max Herry eine sehr gefährliche Regelung: “Grenznahe Busunternehmen in Klein- und Mittelbetriebsgröße haben da kaum eine Chance!” In EU-Distanzen gemessen, erscheine freilich nahezu ganz österreich als “grenznahe Region”. Eine geografische Lage, die für die Busbranche auch eine
große wirtschaftliche Chance darstelle.
Wolfgang Gramann, Generalsekretär des österreichischen Fußball-Bundes, gab der Busbranche einen Einblick in die Tourismus-Prognosen für die Fußball-EM 2008 in österreich und in der Schweiz. Dieses drittgrößte Sport-Ereignis der Welt bringe österreich eine knappe Million Nächtigungen außerhalb der Hauptreisesaison. Viele Fangruppen werden aus den neuen EU-Staaten erwartet, für die zum ersten Mal eine EM “quasi vor der Haustür” stattfindet. Sofern die Herausforderungen “Road-Pricing” und “EU-Erweiterung” erfolgreich bewältigt werden können, biete die “EM der kurzen Wege” dem Busgewerbe die Chance, auch in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts wirtschaftlich “am Ball” zu bleiben. [ots/wko]

Ford Fiesta-Werk mit optimalem Materialfluss
[25.11.2003]
Weniger Lkw-Verkehr trotz erhöhter Tagesproduktion verzeichnet das Fahrzeugmontagewerk Köln-Niehl, in dem täglich bis zu 1.800 Einheiten des Ford Fiesta und Fusion gefertigt werden. “Durch die Modulbauweise und den neuen Industriepark wurden die Materialströme wesentlich verbessert,” so Paul Lemoine, Leiter der Material-Logistik des Fahrzeugwerkes, auf der Fachtagung des Magazins “Logistik inside” am Montag, 24. November 2003, in Bonn.
Noch bis zum Januar 2002 erreichten täglich rund 200 Lkw die Niehler Fahrzeugproduktion mit Teilen für den Fiesta, von dem in der Vergangenheit in zwei Schichten täglich 1.265 Einheiten gefertigt wurden. Seit dem Start der Serienfertigung für die aktuellen Modelle von Ford Fiesta und Fusion im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr im Frühjahr 2002 steuern innerhalb von 24 Stunden trotz der Produktionserhöhung nur 120 Lkw die Ford-Produktionshallen im Kölner Norden an.
“Mit der Umstellung auf die Modulbauweise haben sich die Warenströme anders verteilt”, erläutert Paul Lemoine. Während in der Vergangenheit verschiedenste Einzelteile wie etwa Kabelsätze und Radios per Lkw von Zulieferern aus Spanien oder aus Osteuropa nach Köln-Niehl kamen, werden diese Teile heute schon vorher zu komplexen Baugruppen montiert und bei Ford als “Fertigware” angeliefert.
Zunehmend integrieren Zulieferer weitere Teile in den Kölner Industriepark und vertiefen dort die Wertschöpfung. Darüber hinaus hat der neue Ford Industriepark Köln-Niehl, in dem elf Systemlieferanten Module montieren, für die größte Veränderung in der Zusammenarbeit zwischen der Ford-Werke AG als Fahrzeughersteller und den Zulieferer gesorgt. So werden von mehr als 1.000 Beschäftigten in den beiden Hallen am Ivenshofweg beispielsweise alle Türen von Ford Fiesta und Fusion komplett ausgestattet, Armaturentafeln zusammengesetzt und ebenfalls das “Ponypack”, der komplette Vorderwagen mit Motor, Getriebe und Vorderachse, gefertigt.
Alle Module gelangen heutzutage nicht mehr per Lkw, sondern über 800 Meter per Elektrohängebahn nicht nur “Just in Time”, sondern auch “Just in Sequence” an die Einbaustellen der Ford-Fließbandfertigung in der Halle Y. Damit erhält jedes Fahrzeug genau zur richtigen Zeit die passenden Türen mit der vom Käufer bestellten Ausstattung wie elektrische Fensterheber oder Tür-Lautsprecher. Insgesamt erreichen die Schienen der Elektrohängebahn, die von der Firma Eisenmann in Böblingen bei Stuttgart errichtet ist und auch betrieben wird, mit ihren Weichen und Abzweigungen eine Gesamtlänge von zwölf Kilometern.
“Trotz der Komplexität arbeitet diese Verbindung zwischen Zuliefererpark und dem Ford-Fließband so gut wie störungsfrei. Seit dem Start der Serienproduktion des Fiesta und bis heute haben wir eine Verfügbarkeit der Anlage von 99 Prozent”, so Logistikexperte Paul Lemoine.
Ford Fiesta und Ford Fusion werden im Ford-Werk Niehl für mehr als 30 Länder gebaut. Als größter industrieller Arbeitgeber Kölns hat Ford 20.600 Beschäftigte aus 57 Nationen. Köln ist seit 1931 der Stammsitz des Unternehmens und seit 1998 auch die Zentrale von Ford of Europe. Die Auto-Bank Ford Credit hat ebenfalls den Sitz in Köln. Dazu kommen die mit Ford verbundenen Unternehmen, der Fahrzeug-Getriebehersteller Getrag Ford Transmissions GmbH mit dem Europasitz in Köln und die Tekfor Cologne GmbH, die in Köln-Niehl Schmiedeteile für Fahrzeuggetriebe und Chassis produziert. [ots/Ford-Werke AG]

Konjunktur: Supply Chain Planning & Collaboration
[25.11.2003]
Mehr als 1,9 Mrd. US$ sollen in diesem Jahr mit Software für den gesamten Bereich “Supply Chain Planning & Collaboration” (SCP&C) weltweit umgesetzt werden - ein gutes Ergebnis, da die Ausgaben im IT-Sektor ansonsten nach wie vor schwächeln. Anscheinend sehen viele Unternehmen gerade jetzt den günstigen Zeitpunkt gekommen, um ihre Geschäftsprozesse unter die Lupe zu nehmen und entscheidend zu verbessern. Monika Gatzke, ECIN, hat die Situation zusammengefasst.

Elektronischer Marktplatz erspart Krankenhäusern Kosten in Millionenhöhe
[20.11.2003]
Das Klinikum der deutschen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg nutzt künftig das elektronische Bestellsystem und den Online-Katalog für Medical-, Pharma- und Laborprodukte der medicforma.com. Damit ist das Krankenhaus mit 1154 Betten nach dem Uniklinikum Rechts der Isar in München (1166 Betten) und dem Klinikum Hanau (695 Betten), das dritte Großkunde innerhalb von zwei Monaten, das sich der Dienstleistung des Online-Marktplatzes bedient.
medicforma wurde im Dezember 1999 gegründet. Das Unternehmen betreibt seitdem elektronische Bestellsysteme für Krankenhäuser. Der unabhängige elektronische Marktplatz für Medicalprodukte, Dienstleistungen und Informationen hat inzwischen in Deutschland 115 Krankenhäuser - das sind 10 Prozent aller Kliniken - mit insgesamt 45.000 Betten unter Vertrag.
44 Lieferanten sind bei medicforma unter Vertrag. Damit kommt das Unternehmen bei den Herstellern auf einen Marktanteil von 30 Prozent. “über ein Roaming Abkommen sind auch Krankenhäuser und weitere bedeutende Lieferanten der GHX-Plattform erreichbar”, so Olaf Lodbrok, Geschäftsführer der medicforma. “Die beiden elektronischen Systeme zusammen haben jetzt die kritische Masse für ihre Kunden im deutschen Krankenhausmarkt erreicht.”
Zur Zeit laufen monatlich rund 12.000 Bestellungen mit einem Auftragsvolumen von etwa zwölf Millionen Euro über die medicforma-Plattform - die Tendenz ist steigend. Nach Aussage von Olaf Lodbrok spart jedes Krankenhaus durch medicforma-Dienstleistungen jährlich zwischen 100.000 und 350.000 Euro.
Als neutraler Anbieter von Transaktionsdienstleistungen ist die medicforma sowohl ein Partner für Krankenhäuser als auch für Hersteller, Anbieter und Dienstleister.
Die medicforma-Plattform besteht aus einem elektronischen Bestellsystem für Krankenhäuser (e-Procurement), einem elektronischen Marktplatz für Anbieter (e-Marketplace) und einem XML Transaktionssystem zur übermittlung von Bestellungen, Bestellantworten, Lieferscheinen, Rechnungen und zukünftig auch Zahlungen (e-Transaction). [ots/medicforma]

NAFTA-Forum: Automobilzulieferer müssen expandieren
[20.11.2003]
“österreichs Traum in den 70er Jahren von einer eigenen Pkw-Produktion ging zwar nie in Erfüllung, umso erfolgreicher entwickelte sich aber die Autozulieferindustrie”, erklärte Georg Karabaczek von der Außenwirtschaft österreich (AWO) der WKö am 19.11. in seiner Eröffnungsrede zum NAFTA-Forum “Automotive Industry” in der Wirtschaftskammer.
Es war dies die erste von insgesamt drei derartigen Veranstaltungen (die nächsten finden in Graz und Linz statt), um österreichischen Unternehmen der Autozulieferbranche die Chancen und Möglichkeiten eines Markteintritts in den drei NAFTA-Staaten USA, Kanada und Mexiko näherzubringen.
Den 30 österreichischen Unternehmen, die am Eröffnungsforum in Wien teilnahmen, erörterten Top-Vortragende aus dem NAFTA-Raum die Lage der Automobilindustrie in ihren Betreuungsbereichen. Unter anderem referierten Rafael Pinero (Generaleinkaufsdirektor von Volkswagen-Mexiko), Karl Richter (Präsident Automotive Group und Vice Chairman von Automotive Parts Manufacturers of Canada), Michael Robinet (Vizepräsident Global Forecasting CSM), sowie die WKö-Handelsdelegierten aus Mexiko, Chicago und Toronto (Franz Dorn, Gudrun Hager und Karl Schmidt).
Die generelle Devise für die rund 600 österreichischen Unternehmen der Automobilzulieferindustrie lautet ab sofort “Go West”. Um dieser Devise auch gerecht zu werden, veranstaltet die AWO im März 2004 eine Wirtschaftsmission in die drei NAFTA-Staaten.
Für Mexiko gilt, dass der Automarkt noch lange nicht gesättigt ist. Die meisten Big Player der Automobilindustrie, allen voran VW, produzieren bereits in eigenen Werken in Mexiko und sind auf hochqualitative Zulieferbetriebe angewiesen - eine Chance für österreichische Unternehmen.
Für die USA gilt, dass durch die Expansion europäischer und japanischer Automobilhersteller in den Vereinigten Staaten auch neue Zuliefermöglichkeiten für Austro-Firmen entstehen.
Die Vorteile für einen Markteintritt in Kanada liegen gegenüber den USA in günstigeren Lohn- und Lohnnebenkosten, aber auch in einer großzügigen Refundierung (bis zu 30%) von Forschungs- und Entwicklungsausgaben durch den kanadischen Fiskus. [ots/wko]

öBB eröffnen Großkundenstandort Wien Freudenau Hafen
[18.11.2003]
Am bedeutendsten Wiener Donauhafen - dem Hafen Wien Freudenau - setzen die öBB ihre Kundenoffensive fort und eröffnen im Beisein von öBB-Vorstandsdirektor Ferdinand Schmidt, den Geschäftsführern der öBB-Partner Hafen Wien und WienCont und Spezialisten des öBB-Güterverkehrs einen neuen Großkundenstandort, bei dem Service und Leistung direkt vor Ort bei den Kunden gebündelt sind. Die öBB verstärken mit diesem neuen Standort die Kundenbindung entscheidend.
Unter den drei Wiener Donauhäfen (Wien Freudenau Hafen, Wien Albern Hafen, Wien Lobau Hafen) ist der Freudenauer Hafen der bedeutendste. Hier befinden sich Direktion und Verwaltung, der Umschlagsbereich inklusive Hafenmeisterei, das Lagerzentrum, der Container- und Autoterminal sowie das größte (Zoll)Freilager österreichs mit Zollamt und eigener Polizeistation. Der Hafen dient weiters als Schutz- und Winterhafen. Durch die optimale Anbindung an die Verkehrsträger Schiene/Wasser/Strasse fungiert der Hafen Wien Freudenau als leistungsstarke Schnittstelle internationaler Handels- und Transportwege. Mit drei Mitarbeitern des Güterverkehrs stehen die öBB den Firmen vor Ort für den Wagenladungs- und Containerverkehr nun in folgenden Bereichen zur Verfügung:
- Frachtbriefmäßige Behandlung der Empfangs- und Versandsendungen
- Prüfung, Ergänzung und Berichtigung der Sendungsdaten im Empfang und im Versand
- Erstellung des Beförderungspapiers
- Abschluss von Frachtverträgen
- @-Frachtbriefeingabe, Fakturierung
- Statusauskünfte an die Kunden
- Einsatz der öBB-Mitarbeiter als Intercontainer Austria Agenten, Ausstellung von IC übergabescheinen
Im Jahr 2002 wurden im Hafen Wien Freudenau im Wagenladungs- und Containerverkehr insgesamt rund 47.500 Wagen - das sind 645.000 Tonnen - im Empfang und Versand abgefertigt. Rund 44.400 Container wurden im Containerterminal, das durch die WienCont Containerterminal GesmbH betrieben wird, umgeschlagen. Ein Portalkran und elf Containerstapler der Fa. WienCont stehen für den Containerumschlag zur Verfügung.
Nahezu alle Branchen durchlaufen schienengebunden den Hafen Freudenau, so zum Beispiel:
- Autotransporte der Produzenten Renault, Opel, Ford, Toyota: Einlagerung der Autos zur Verzollung in die Zollfreizone des Freudenauer Hafens
- Magnesit in loser Schüttung mit Umschlag vom Schiff auf den Waggon (Fa. Billitz)
- Chemikalien (Fa. Bischof GesmbH)
- Kohle (Fa. Polcarbon über Express Interfracht)
- Eisen (Fa. Thyssen Krupp, Fa. Schmolz & Bickenbach)
- Alttextilien (Fa. Bunzl & Biach)
- Sammelguttransporte und Speditionsware der Spediteure (Fa. Bischof GesmbH, DEKO Logistikservice GesmbH, Gebrüder Weiss GmbH)
Zu den wichtigsten Kunden des öBB-Güterverkehrs am Standort Hafen Wien Freudenau zählen WienCont Containerterminal GesmbH, Wiener Hafen Lager- und Umschlagsbetriebe GesmbH, Thyssen Krupp Stahlunion Austria GmbH, Schmolz & Bickenbach, Bunzl & Biach GesmbH, DEKO-Logistikservice GesmbH, Pawel Karl, Express Interfracht Internationale Spedition, öKOMBI GesmbH & Co KG, Roland Spedition GesmbH, Gebrüder Weiss GmbH, Bischof GesmbH, Intercontainer Austria GmbH.
Investitionen in die weitere Verbesserung der Logistik-Kette werden in den nächsten Jahren den Standort Wien Freudenau weiter aufwerten. Beim Containerterminal WienCont im Hafen Wien Freudenau ist geplant, im Einklang und in Ergänzung zur Errichtung des Terminals Inzersdorf die Umschlageinrichtungen für Container für die langfristigen Bedürfnisse in der Standortregion Wien auszubauen.
Hierbei handelt es sich um die bessere Anbindung des Terminals über die Schiene durch:
- den Bau der sogenannten Winterhafenbrücke als wichtiger Lückenschluss im Wiener Schienennetz (Lückenschluss Donauländebahn-Donauuferbahn)
- um die Entflechtung des Schienen- und Straßenverkehrs im Bereich des Hafens durch die Verlagerung der B 14 (Freudenauer Hafenstraße) in die Seitenhafenstraße
- aber vor allem auch um den Ausbau der bestehenden Anlage zum hochleistungsfähigen Umschlagterminals für Container. Gemeinsam mit dem geplanten KLV-Anlage in Wien Inzersdorf entseht damit die modernste Drehscheibe des Kombinierten Ladungsverkehrs in Mitteleuropa.
Dieser Ausbau, der in enger Kooperation zwischen öBB und dem Hafen Wien erfolgen soll, ist als Teil einer langfristigen Standortentwicklung im Schienengüterverkehr für den Raum Wien zu sehen. [ots/öBB]

exponet Köln 2003: Mauttechnologie aus österreich erobert die Welt
[18.11.2003]
Unter dem Motto “Mauttechnologie aus österreich erobert die Welt” stand in diesem Jahr die Auftakt-Pressekonferenz zur exponet Cologne 2003 (18.-20.11.). Aus Anlass der öffentlichen Diskussionen über das Scheitern der Einführung eines elektronischen Mautsystems in Deutschland hatte der Veranstalter der exponet, dc congresse+fachmessen, Starnberg, mit DI Michael Gschnitzer der Kapsch TrafficCom AG einen Verkehrsexperten und Kenner des derzeitigen Entwicklungsstandes von Mautsystemen auf der ganzen Welt eingeladen.
Die Kapsch TrafficCom AG gehört zur österreichischen Kapsch-Gruppe, einem langjährigen Partner der exponet Wien. Die Firma ist der Technologielieferant für das erste flächendeckende und vollelektronische Mautsystem Europas, das bis zum Jahresende für die LKW-Maut in österreich umgesetzt werden wird.
Diese Mautlösung basiert - im Gegensatz zum in Deutschland geplanten satelliten-basierten System - auf der bereits in zahlreichen Ländern wie Frankreich, Spanien, Portugal, Großbritannien, Irland, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Italien Slowenien, Kroatien, Griechenland, Türkei und der Schweiz eingesetzten Mikrowellen-Technologie. Ein wichtiger Vorteil der einheitlichen Technik ist damit die grenzüberschreitende Interoperabilität der Mautsysteme.
Auch international erweist sich die Mikrowellen-Technologie als Erfolg. So ist das von Kapsch TrafficCom entwickelte System u.a. bereits heute in städtischen Mautsystemen in Santiago de Chile, Malaysia und Australien im Einsatz.
Auf die Gründe angesprochen, die seiner Meinung nach zum Scheitern einer erfolgreichen Einführung des Mautsystems in Deutschland führten, nannte Gschnitzer die Komplexität des Systems, den hohen technischen Aufwand und vor allem die fehlenden Erfahrungen bei der Entwicklung und Realisierung eines solchen Systems. Darüber hinaus erklärte er, dass aus seiner Sicht der von den deutschen Betreibern festgelegte Zeitrahmen von der Entwicklung bis zur Inbetriebnahme wohl “etwas zu ehrgeizig” war. (ots/DC Europe)

Nutzfahrzeug-Oscar 2004: Actros von Mercedes-Benz
[17.11.2003]
[ots] Er war als großer Favorit ins Rennen um die Trophäe “Truck of the Year 2004” gegangen - der neue Actros von Mercedes-Benz. Und er konnte die Prognosen bestätigen: Mit weitem Abstand vor dem Zweitplazierten sahen ihn 18 Fachjournalisten aus 18 Ländern an der Spitze - und verliehen ihm den Oscar der Transportbranche, so die Verkehrsrundschau.
91 Punkte erhielt der Actros von Mercedes-Benz - und verwies damit den Eurocargo von Iveco mit 58 Punkten und den FH16 von Volvo deutlich auf die Plätze. Deja vu: Bereits 1997 erhielt das Vorgängermodell den Titel “Truck of the Year”. Doch damals konnten die so geehrten Ingenieure die Vorschussloorbeeren nicht bestätigen.
Seinerzeit haperte es beim Anlaufmanagement - heute glaubt Klaus Maier, Leiter des Geschäftsbereichs Mercedes-Benz Lkw die Prozesse im Griff zu haben. Man sei mit einem ausgereiften Basiskonzept angetreten und habe den übergang zum neuen Actros über 12 Monate lang gut vorbereitet.
Auch auf Emotionen setzt der Mercedes Lkw-Chef beim neuen Actros. Zwar ist die Kaufentscheidung für Lkw eine rationale. Dennoch weiß Maier, dass vor allem Mercedes-Benz-Kunden eine starke emotionale Bindung an den Hersteller haben. Außerdem spiele der Fahrer bei der Kaufentscheidung eine entscheidende Rolle. Das Konzept scheint aufzugehen: Maier hat jetzt schon Bestellungen aus Fuhrparks, in denen der Actros vorher chancenlos war.
Sicherheit spielt beim neuen Actros nach Angaben des Leiters der Lkw-Entwicklungsabteilung eine noch größere Rolle als bisher. Hartmut Marwitz hebt dabei im Gespräch hervor, dass Mercedes-Benz das neue Sicherheitspaket subventioniere und dass das Thema Sicherheit im Fuhrparkmanagement noch zu wenig berücksichtigt wird - auch in seiner ökonomischen Dimension.

Delphi übernimmt Automotive-Bereich von Grundig
[17.11.2003]
Für einen Preis von 58 Mio. Euro hat Delphi die Grundig Car InterMedia Systems GmbH (CIS) von der insolventen Grundig AG übernommen. Der weltweit größte Automobilzulieferer will nach eigenen Angaben die beiden Standorte in Nürnberg, dem Sitz der Entwicklung und Verwaltung mit 275 Mitarbeitern, und im portugiesischen Braga mit 625 Mitarbeitern erhalten sowie die Arbeitsplätze unangetastet lassen, berichtet die Münchner Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.
Grundig CIS erzielte im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von rund 180 Mio. Euro. Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus einer Zahlung von 55 Mio. Euro in bar sowie der übernahme der Nettoschulden des Unternehmens in Höhe von drei Mio. Euro. Käufer des Grundig Automotive-Bereichs ist Delphi Delco, die im Konzern für die Geschäftssparte Mobile MultiMedia zuständig ist. Mit der übernahme will Delphi seine Marktposition in diesem Bereich stärken und seine Kundenbasis in Europa verbreitern.
Grundig CIS bietet Audiosysteme, Telematik-Lösungen und Unterhaltungselektronik sowohl im Erstausrüstergeschäft Automobilherstellern als auch für den Zubehörhandel an und beliefert vorwiegend den europäischen Markt. Der Markenname Grundig soll bei behalten werden. (Quelle: pte.at)

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