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Nachrichten zu Wirtschaft, Unternehmen, Trends und Studien
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Siemens-Konzern reduziert Zahl der Lieferanten um 20 Prozent
[31.03.2009]
Maßnahme wird mit Optimierung des Supply Chain Managements begründet.
Siemens will sich noch im laufenden Jahr von 74.000 Zulieferer trennen - 20 Prozent der insgesamt 370.000 Lieferanten des Konzerns. Gegenüber der F.A.Z. erklärte Barbara Kux, Einkaufschefin von Siemens: “Wir können nicht mit so vielen Lieferanten in die Zukunft gehen. Supply Chain Management ist wichtig, damit Siemens schneller, schlagkräftiger und kostengünstiger wird.”
Nach ihren Aussagen geht es um die Optimierung der gesamten Beschaffungskette. Die Bedeutung eines strategisch optimierten Einkaufs zeigt sich darin, dass der Konzern jährlich für 40 Milliarden Euro Waren, Rohstoffe, Hilfsgüter und Leistungen einkauft, was 52 Prozent des Umsatzes von 77,3 Milliarden Euro entspricht. Durch eine zentrale Koordinierung des Einkaufs will man die eigene Marktposition stärken, niedrigere Preise (u.a. durch höhere Einkaufsvolumina) durchsetzen und die Effizienz der Einkaufsaktivitäten steigern.
Man werde mit Sorgfalt den Auswahlprozess vorantreiben, versicherte Kux. Sie ist in diesem Segment nicht unerfahren: bei Philips, hat sie zuvor die Zahl der 50.000 Lieferanten um ein Drittel gekürzt.

EU-Initiative “RFID in Europe“ auf CeBIT vorgestellt
[05.03.2009]
Zusammenarbeit von 25 RFID-Institutionen aus 17 Mitgliedstaaten in neuem EU-Förderprojekt
Auf der CeBIT 2009 wurde von einem EU-Vertreter gemeinsam mit dem Informationsforum RFID die EU-Initiative „RFID in Europe“ vorgestellt. Gefördert von der Europäischen Kommission arbeiten seit dem 1. März 25 RFID-Institutionen aus 17 Mitgliedstaaten in Arbeitsgruppen zu verschiedenen RFID-Themen zusammen.
Zum Start des Netzwerks „RFID in Europe“ erklärte EU-Kommissarin Viviane Reding, dass sie davon ausgeht, dass RFID künftig mit vielen Anwendungen sowohl wirtschaftliches Wachstum fördern als auch soziale Bedürfnisse abdecken werde. RFID schaffe die Grundlage für ein besseres und sichereres Gesundheitswesen, ein erheblich verbessertes Supply Chain Management sowie ein kostengünstiges Umweltmonitoring für eine saubere und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Zukunft. Reding sprach sich für einen pro-aktiven Ansatz für Europa aus, um von den Vorteilen der RFID-Technologie zu profitieren, und stellte heraus, dass die EU-Kommission für Bürger, Verbraucher und Unternehmen Wahlmöglichkeiten, Transparenz und Kontrollmöglichkeiten im Thema RFID fördern wolle.
Neben dem Thema „Public Awareness“ wird es im Rahmen des Projektes Arbeitspakete zur Analyse der Technologieentwicklung, zur Unterstützung von Pilotprojekten, zum Abbau von Marktzutrittschranken insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, zur Vernetzung der existierenden europäischen Standardisierungsinitiativen und zur möglichen Vernetzung mit RFID-Regulierungsinitiativen in anderen Regionen geben.
Weitere Informationen zur Initiative „RFID in Europe“ finden Sie unter http://www.info-rfid.de.

Lagerhausbetreiber profitieren von Absatzkrise
[08.02.2009]
Lagerhausbetreiber profitieren derzeit von der schwächelnden Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern. Der weltweite Absatzabschwung hat inzwischen dazu geführt, dass der Bedarf an zu mietendem Lagerplatz ansteigt.
Aufgrund der geringen Güternachfrage platzen daher bereits große Häfen in den USA, Singapur sowie Italien aus allen Nähten. Über diese Situation freuen sich vor allem weitgehend unbekannte Unternehmen wie C. Steinweg, Henry Bath oder Pacorini, da sie Warenlagerhäuser betreiben. “Der Absatzabschwung macht sich vor allem bei Konsum- und verstärkt bei Industriegütern wie Metallen bemerkbar”, sagt Rainer Fabian, Niederlassungsleiter beim Lageristen Berthold Vollers auf Nachfrage von pressetext. Als Nutznießer der Finanzkrise sieht man sich jedoch nicht.
Die aktuellen Umsatzzahlen der Großkonzerne spiegeln die Notwendigkeit zur Einlagerung weltweit wider. In den USA zum Beispiel schrumpfte die Wirtschaft im vierten Quartal um 3,8 Prozent. So konnte nur durch einen starken Lageraufbau der Unternehmen Schlimmeres verhindert werden. Obwohl Fabian keine weiteren Einzelheiten hinsichtlich der Auslastung seines Unternehmens preisgeben wollte, “können wir nicht über zu wenig Arbeit klagen”, so der Berthold-Vollers-Niederlassungsleiter gegenüber pressetext. Vor allem Industriemetalle leiden unter der schlechten Nachfrage. Bei Kupfer schwollen die Bestände sieben Wochen lang auf aktuell 491.000 Tonnen an - dieser Wert entspricht dem Achtfachen gegenüber 2004. Darunter leiden die Preise. Mit aktuell 3.175 Dollar kostete die Tonne nur noch fast ein Drittel so viel wie im April des Vorjahres. Damals war die Notierung bis auf 8.730 Dollar geklettert.
Wie die Financial Times Deutschland berichtet, befinden sich in den Lagern von Berthold Vollers gegenwärtig Güter im Gesamtwert von rund einer Mrd. Euro, verteilt über Standorte wie Bremen, Rotterdam und Antwerpen. Neben Waren wie Kaffee und Kakao profitiert das Familienunternehmen derzeit vor allem von Industriemetallen wie Kupfer sowie Aluminium. Das an der Londoner Metallbörse LME registrierte Unternehmen unterliegt dabei restriktiven Auflagen. So sind die Lagerkosten um rund 20 Prozent höher als außerhalb. Zudem werden die Bestände von der Börse regelmäßig offengelegt, um den Markt über die Versorgungslage zu informieren. “Obwohl Konsum- und Industriegüter bei Lagerkapazitäten zunehmen, gehen einige Warenkategorien in Hinblick auf ihre Lagerbestände auch wieder zurück. Wir sehen uns deshalb nicht primär als Nutznießer, weil wir von der Warenfluktuation leben”, so Fabian.
Vom Lagerbedarf bei Industriemetallen profitiert auch C. Steinweg. Das Unternehmen mit Sitz in Rotterdam operiert auf der ganzen Welt als Terminalbetreiber, Lagerhalter sowie Logistikdienstleister. Eigenen Angaben nach steigt der Lagerplatzbedarf für Industriemetalle. Zurzeit meldet man neue Lager für die London Metal Exchange an. Im Dezember wurden hingegen bereits sieben neue Lagerhäuser von der Metallbörse zertifiziert. Aber auch Henry Bath weitet gegenwärtig seine Kapazitäten aus. Angaben des Rotterdamer Hafenbetreibers nach mietete der Konzern, der zur Royal Bank of Scotland gehört, 26.000 Quadratmeter im neuen Hafenteil Maasvlakte an. Brancheninsider führen den Boom bei Lagerhausbetreibern neben dem Angebotsüberhang aber auch auf die generell große Marktunsicherheit zurück. Das Zahlungsausfallrisiko sei allgegenwärtig.
(Quelle: pressetext austria/pte)

Mittelfristige Verschlechterung der Versorgungssicherheit für Erdgas
[13.01.2009]
Energiemarktbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) empfiehlt, die Energiesicherheit jetzt durch gezielte Investitionen für die Zukunft zu erhöhen.
Die Sicherheit der Energieversorgung steht durch den heftigen Streit zwischen dem Gaserzeuger Russland und dem Transitland Ukraine und seinen Auswirkungen insbesondere auf die osteuropäischen EU-Staaten im Mittelpunkt des aktuellen politischen Interesses in Europa. Der aktuelle Streit um die Erdgasversorgung wird nach Ansicht von Experten aber voraussichtlich keine einschneidenden Auswirkungen für Deutschland haben.
Für die nächsten zehn Jahre befürchten die Experten des ZEW Energiemarktbarometers eine Verschlechterung der Versorgungssicherheit für Gas und Öl. Investitionen in neue Leitungen und Speicherstätten sowie verstärkte Nutzung von verflüssigtem Erdgas könnten die Versorgungssicherheit mittelfristig erhöhen, so das ZEW.

Warnung vor dubiosen Business-Verzeichnissen
[12.01.2009]
Derzeit werden wieder vermehrt Mails versendet, die dazu auffordern, das eigene Unternehmen in Online-Verzeichnissen anzumelden, wodurch - anders als suggeriert - erhebliche Kosten entstehen können…
Die Spammer setzen auf die Unachtsamkeit der Empfänger und werden mit kostenfreien Updates und ähnlichem. Der Hinweis darauf, dass man sich zumeist für mehrere Jahre bindet und für die Eintragung tausende von Euro fällig werden, ist zumeist gut im Kleingedruckten versteckt - Updates der Unternehmensdaten in diesem Zeitraum mögen dann tatsächlich kostenlos sein, die Werbung ist also nicht grob irreführend.
Und da man bei der Eingabe der Unternehmensdaten sehr gewissenhaft ist, haben die Anbieter auch gleich die passenden Daten, an die zur richtigen Zeit die Rechnung versandt wird.
Vorsicht vor solchen dubiosen Verzeichnissen: Prüfen Sie immer genau, ob sich eine Eintragung für Sie rechnet und welche Kosten damit verbunden sind!

B2B-Suchmaschine für Firmenadressen
[02.11.2008]
Die Website BranchenIndex.de der GWV Fachverlage erlaubt umfassende Datenbankrecherchen sowie eigene Firmeneinträge.
Unter BranchenIndex.de haben die GWV Fachverlage im Juni 2008 eine neue B2B-Suchmaschine gestartet. Die Recherche ist online und kostenfrei auch ohne Registrierung möglich, wobei die optionale Registrierung zusätzliche Komfortfunktionen bietet. Neben der einfachen Suche ist auch die Detailsuche z.B. mit einer Umkreissuche oder auch die Navigation in den einzelnen Kategorien möglich.
Für Anbieter ist zudem der Basiseintrag in die Suchmaschine kostenfrei möglich, Pakete für Premiumplatzierungen und Zusatzoptionen stehen kostenpflichtig zur Verfügung.
Der aktuelle Adressbestand umfasst Firmen aus den Bereichen Automobiltechnik, Elektrotechnik, Klebtechnik, Leichtbautechnik und Oberflächentechnik, CallCenter und Werbeagenturen. Erweiterungen auf andere Branchen sind geplant.
Entscheider und Einkäufer aus den Bereichen Konstruktion, Entwicklung, Produktion, Fertigung sowie Forschung und Management erhalten auf BranchenIndex.de mit einem Klick alle relevanten Informationen für ihre Arbeit.

Data Mining wenig erfolgreich
[07.10.2008]
Ein National Research Council Report kommt zu dem Ergebnis, dass die automatisierte Auswertung großer Datenbestände für die Terrorbekämpfung in den USA nicht die erhofften Resultate liefert.
Data Mining wird immer wieder als leistungsfähiges Instrument genannt, wenn es darum geht, aus gigantischen Datenmengen automatisiert Trends, Auffälligkeiten und Prognosen abzuleiten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass diese Verfahren in den USA im Rahmen des Total Information Awareness (TIA) Programms im Kampf gegen den Terrorismus eingesetzt wird.
Doch ein 352-seitiger Report mit dem Titel “Protecting Individual Privacy in the Struggle Against Terrorists”, der die Ergebnisse des TIA Programms und seiner Nachfolger behandelt, kommt zu dem Schluss, dass die Data Mining Verfahren nicht den gewünschten Erfolg zeigen.
“If it were possible to automatically find the digital tracks of terrorists and automatically monitor only the communications of terrorists, public policy choices in this domain would be much simpler. But it is not possible to do so.”
Der Report hinterfragt aber nicht nur die Effektivität der Maßnahmen, sondern auch die Konsistenz der Ergebnisse und - für den Untersuchungsgegenstand natürlich von besonderem Interesse - die Rechtmäßigkeit der Maßnahmen. Dementsprechend gibt der Report auch Empfehlungen an die Politik, solche Maßnahmen genau zu hinterfragen und regelmäßig zu überprüfen.
Allerdings kann man in dem Report nicht nur eine Kritik am Einsatz von Data Mining für die Terrorbekämpfung sehen, sondern auch eine generelle Empfehlung, solchen automatisierten Auswertungen zu viel beizumessen, da sowohl die Zahl der “False Positives” wie auch der “False Negatives” ohne konkrete Analyse unbekannt bleibt. Damit fördern solche Systeme, die auch in Unternehmen z.B. im Marketing zum Einsatz kommen, eine Technikgläubigkeit und Technikabhängigkeit, und liefert Ergebnisse, die unter Umständen mit der Realität wenig zu tun haben.

Öffentliche Hand verschenkt Milliarden in der Beschaffung
[07.10.2008]
A.T. Kearney Studie kalkuliert Einsparvolumen von 4 Mrd. Euro für Öffentliche Verwaltung in Deutschland.
Die Öffentliche Verwaltung in Deutschland könnte durch den Einsatz moderner Einkaufsmethoden über vier Milliarden Euro pro Jahr einsparen, so eine Untersuchung der Managementberatung A.T. Kearney in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Empirische Finanzwissenschaften und Finanzpolitik der TU Dresden.
Dabei ist das Einsparpotenzial auf Gemeindeebene mit 2,6 Mrd. Euro am größten, auf Landesebene liegt das Einsparpotenzial bei 0,8 Mrd. Euro, auf Bundesebene bei 0,7 Mrd. Euro. Das Problem: beim Einkauf wird gerade in den Gemeinden zu selten ein strategisches Beschaffungsmanagement angestrebt, das die Gesamtkosten für zugekaufte Materialien und Dienstleistungen reduziert.
Die Untersuchung sieht Optimierungspotenzial u.a. in der Bündelung von Einkäufen, der Neubestimmung technischer Anforderungen, der Restrukturierung der Lieferantenbeziehungen sowie der Optimierung und Globalisierung der gesamten Beschaffungskette. “Vor allem auch angesichts der drohenden globalen Rezession und der nach wie vor kritischen Finanzlage der öffentlichen Haushalte bekommen die an das öffentliche Vergaberecht angepassten betriebswirtschaftlichen Ansätze eine immer höhere Bedeutung”, so Studienautor Stephan Frettlöhr von A.T. Kearney.
Die Ergebnisse der Studie “Einsparpotenziale von Shared Services im Einkauf deutscher Verwaltungen” können kostenlos auf der Website von A.T. Kearney Deutschland heruntergeladen werden.

Karrierechance Einkauf
[20.08.2008]
A.T. Kearney sieht im Berufsbild Einkauf für Hochschulabsolventen und Young Professionals weitreichende Karrierechancen.
Eine aktuellen Untersuchung der Managementberatung A.T. Kearney sieht großen Bedarf und interessante Karrierechancen im Bereich Einkauf. Demnach gibt es derzeit in der Beschaffung über 6.000 offene Stellen in Führungspositionen in europäischen Unternehmen und im öffentlichen Sektor. Da die Unternehmen den Stellenwert des Einkaufs für das betriebswirtschaftliche Gesamtergebnis immer stärker gewichten, nimmt die Bedeutung des Einkaufs stark zu.
Laut A.T. Kearny spiegelt sich dies nicht nur in der Zahl der offenen Stelen, sondern auf in den Stellenbeschreibungen wider. Zu dem erweiterten Aufgabenbereich des Beschaffungsmanagements zählen nicht mehr nur Lieferantenmanagement und Kostenreduzierung, sondern insbesondere auch die Bereiche Nachhaltigkeit, Supply Risk Management, externe Innovation sowie das Erweitern der Wettbewerbsvorteile über den Kostenfokus hinaus. Deren Bedeutung wird bis 2010 und darüber hinaus immer mehr an Bedeutung gewinnwn.
Für die Untersuchung von A.T. Kearney wurden Einkaufsvorstände (CPO) europäischer Unternehmen befragt. Jules A. Goffre, Vice President bei A.T. Kearney und Leiter des Beratungsfeldes Strategisches Beschaffungsmanagement über die Kernergebnisse der Untersuchung: “Die Aufgabenbereiche und die Positionierung der Beschaffung in den Unternehmen haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten ständig weiterentwickelt. Auch wenn viele mit Beschaffung noch das eher negative Image eines Einkäufers verbinden, der traditionell als ’Kostendrücker’ oder ’Lieferantenquäler’ bekannt war, wird die Beschaffungsfunktion inzwischen immer mehr als Top-Managementaufgabe wahrgenommen und respektiert.”
(Quelle und weitere Informationen: A.T. Kearney)

Kirchen für nachhaltigen Einkauf
[08.06.2008]
Beschaffungswesen soll auch ökologischen und sozialen Kriterien standhalten.
Die christlichen Kirchen sind als zweitgrößter Arbeitgeber Deutschlands eine wirtschaftliche Macht. Wenn sie mit ihren Gemeinden, Bildungshäusern, Verwaltungen, diakonischen und caritativen Einrichtungen für Energie, Büro, Großhaushalt, Transport und Verkehr sowie Gebäudetechnik einkaufen gehen, könnten sie Standards setzen - auch ökologische und soziale. Um die vielfach noch schlummernde Nachfragemacht für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu wecken, wurde heute unter dem Titel “Zukunft einkaufen - glaubwürdig wirtschaften” ein ökumenisches Projekt gestartet, das die Beschaffung in Kirchen nachhaltiger machen will. “Wir hoffen, so eine nachhaltige Qualifizierung der Einkäufer zu bewirken und langfristig auch dem privaten Konsum einen nachhaltigen Stempel aufzudrücken”, sagt Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt mit knapp 400.000 Euro fördert.
Initiiert worden sei das Projekt von den Umweltbeauftragten der Evangelischen und Katholischen Kirche in Deutschland, so Gesamt-Projektleiter Pfarrer Klaus Breyer, Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen. In Kooperation mit der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland (WGKD) solle die Beschaffung in den Kirchen nachhaltig ausgerichtet werden. Ziel sei es, professionelle Beschaffer in kirchlichen Einrichtungen und engagierte Kirchenmitglieder zu motivieren, ökologisch und “fair” einzukaufen. “Das Projekt ‘Zukunft einkaufen’ soll einen Beitrag leisten, den gegenwärtigen ökologischen Herausforderungen zu begegnen, indem das Prinzip Nachhaltigkeit im kirchlichen Handeln stärker als bisher verankert wird”, ergänzt DBU-Generalsekretär Brickwedde.
“Mit unserem Projekt wollen wir dieses große kirchliche Nachfragepotenzial für die Beschaffung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen aktivieren. Wir wollen so einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten und darüber auch den Markt für ökofaire Produkte stärken. Eine glaubwürdig wirtschaftende, ökofair beschaffende Evangelische und Katholische Kirche in Deutschland, das ist unser Ziel”, betont Breyer. “Wir wollen dabei auch die Brücke von der Beschaffung der Kirchengemeinde zum privaten Konsum unserer Kirchenmitglieder schlagen. Die Kirche kann hier eine große Vorbildfunktion haben.”, ergänzt Thomas Kamp-Deister, Umweltreferent der Diözese Münster und Projektleiter für die katholische Kirche.
In zehn kirchlichen “Testregionen” soll deutschlandweit zunächst das Beschaffungsverhalten analysiert werden, um es anschließend unter ökologischen und sozialen Kriterien nachhaltig auszurichten. Gleichzeitig soll es auch um den wirkungsvolleren Einsatz von Produkten und Energieträgern sowie die Umsetzung von Einsparmöglichkeiten gehen.
Zentrales Informationsmedium für die Kirchen ist das Portal “Zukunft einkaufen - ökofaire Beschaffung” ( http://www.zukunft-einkaufen.de ) auf der Plattform der “Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland” (WGKD). Rainer Gritzka, Geschäftsführer der WGKD, erwartet, dass sich das Nachfrage- und Angebotsverhalten für nachhaltige Produkte durch den Aufbau des ökofairen Segmentes auf der zentralen kirchlichen Beschaffungsplattform verbessern wird.
(Pressemeldung, Deutsche Bundesstiftung Umwelt BDU)

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