Zeit für mich
[01.02.2008]
Womit haben Sie im vergangenen Jahr Ihre Zeit verbracht? War Ihr Terminkalender manchmal zu voll? Hatten Sie viel Zeitdruck? Wurde Ihnen manchmal die Zeit zu kurz für alles, was Sie gern gemacht hätten?
Oder haben Sie sich öfter gelangweilt? Haben Sie öfter das Gefühl, mit Ihrem Zeithaushalt nicht optimal umzugehen? Spüren Sie den Wunsch, etwas zu verändern, wissen aber nicht, wo anfangen?
Der zurückliegende Jahreswechsel war für viele Menschen Anlass, über ihre Zeitplanung und den Sinn des Lebens im Allgemeinen und im Besonderen nachzudenken. Über Zeitmangel und Stress zu klagen gehört dabei heutzutage zum guten Ton. Wer sich entspannt zeigt und ohne Überstunden und Wochenendarbeit durchs Arbeitsleben kommt, bringt sich leicht in den Verdacht, nicht genug Einsatz zu zeigen. Viel Zeit wird damit vergeudet, sich an das Umfeld anzupassen, sei das im beruflichen Zeitmanagement oder im privaten, häufig sind es von außen kommende Einflüsse, die das eigene Zeitverhalten prägen und die die eigenen Bedürfnisse im Umgang mit Zeit überdecken. Und in der täglichen Tretmühle, beruflich und privat, entfernt sich mancher immer weiter von sich selbst.
Das führt unweigerlich zu Leidensdruck, doch bleibt dieser oft diffus und für die Unzufriedenheit wird kein greifbarer Grund gefunden. In diesem Fall lohnt ein Blick aufs eigene Zeitbudget. Womit wird die Zeit verbracht? Was macht man gern und was nur mit Überwindung? Was macht man, weil man es selbst möchte, was, weil man das Gefühl hat, man muss, weil es sich eben so gehört, weil die anderen es erwarten oder weil es eben so eine Konvention ist, der man nicht entkommt?
Vielleicht haben Sie zu Silvester auch gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst - und sie dann im Januar gleich wieder über Bord geworfen. Oder haben Sie längst die Hoffnung aufgegeben, etwas zu ändern? Selbstzweifel und Selbstbetrug gehören genauso zum Alltag wie das Jammern und Klagen. Das eine bedingt das andere. Doch wenn Sie zu jenen gehören, die etwas ändern wollen, dann schauen Sie genau hin: Müssen Sie wirklich? Wer schreibt es Ihnen vor? Wie viel Entscheidungsspielraum haben Sie? Vor wem rechtfertigen Sie sich und müssen Sie das wirklich? Was möchten Sie wirklich und was hindert Sie daran?
Ein Mensch lebt durchschnittlich etwa 28.000 Tage. 672.000 Stunden, von denen nur etwa die Hälfte produktiv zur Verfügung steht. Das sollten Sie sich jeden Tag vor Augen halten. Letztendlich entscheiden nur Sie darüber, ob Sie mit der Ihnen gegebenen Zeit gut gehaushaltet haben.
Fragen Sie sich: Was sind die Ziele in meinem Leben/Job? Wieso verfolge ich diese Ziele? Was erwarte ich mir davon? Und wie gelange ich dort hin? Führen Sie Buch über Ihre Aktivitäten! Und fokussieren Sie sich auf die Aufgaben, die Sie Ihren Zielen näher bringen. Überprüfen Sie genau, welche Aufgaben nur Zeitfresser ohne Nutzen sind und welche delegiert werden können. Ihr Ziel sollte es sein, in diesem Jahr jeden Abend zumindest eine Aufgabe abhaken zu können, die Sie Ihren persönlichen Zielen näher gebracht hat!
Buchtipp:
Jamie Oliver
Natürlich Jamie. Meine Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterrezepte.
Dorling Kindersley, November 2007,
408 Seiten, gedruckt auf umweltfreundlichem Papier
ISBN-13: 978-3831011025, ca. 24,95 EUR
Der britische Starkoch Jamie Oliver hat für sein neues Kochbuch das Motto „alles einfach, alles natürlich“ gewählt. Er führt seine Leser zurück zu den Ursprüngen: Gemüse aus dem eigenen Garten, selbstgezogene Kräuter, alles ökologisch garantiert einwandfrei. Wie mit den heimischen Produkten einfache, aber höchst schmackhafte Gerichte zubereitet werden können, zeigt er gleich hundertfach. Dazu gibt es Tipps für den eigenen Garten – oder zumindest die Mini-Gärtnerei auf dem Fensterbrett. Das Buch macht Lust auf Natur … abseits von TK-Kost und Fastfood Burgern, wozu auch die zahlreichen Fotos beitragen.

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