Wetter, Lage und Interpretation
[06.11.2005]
Hitze, Kälte, Sonnenschein, Regen, Sturm ... diese Zustände sind zu messen, zu beschreiben, in gewissem Rahmen auch vorherzusagen. Sie sind immer für eine große Anzahl von Menschen in einer Region gleich und, auch ganz wesentlich: das Wetter kann nicht beeinflusst werden, es ist, wie es ist. Und doch fühlt sich das Wetter für jeden von uns anders an.
“Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur unpassende Kleidung”: diesen Spruch haben Sie vielleicht schon mal gehört. Wetter ist wertfrei, es wird erst zu schlechtem - oder gutem - Wetter, wenn wir es dazu machen. So wie viele Umstände, denen wir ausgesetzt sind, wertfrei sind. Erst von uns werden sie zu guten oder schlechten Umständen gedeutet.
Ob wir uns warm anziehen oder in sonnigere Gefilde wechseln, ist allein unsere Entscheidung. Ob wir ein Gewitter als reinigend oder als zerstörend empfinden, liegt in unserer Hand. Ob uns die Sonne lacht oder ob sie auf uns herunterbrennt, das zu beurteilen, steht uns frei. Und wo es für den anderen scharf um die Ecke bläst, spürt der andere vielleicht frischen Wind.
Wichtig ist, dieses zu erkennen. Denn anders als beim Wetter lässt sich das Klima in der Kommunikation, im Umgang miteinander und im Umgang mit sich selbst objektiv verbessern, nach dem Motto: sonniges Gemüt statt sieben Tage Regenwetter!

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