SIMEA: Neustart für die Siemens Elektronikfertigung
[21.01.2004]
Siemens österreich hat die Restrukturierung seiner bisher als EWW (Elektronikwerk Wien) bekannten Elektronikfertigung erfolgreich abgeschlossen. Unter dem neuen Namen SIMEA (Siemens Industrial Manufacturing, Engineering and Applications) startet die nun in Wien am Standort Floridsdorf konzentrierte Fertigung mit Produkten für den Weltmarkt. SIMEA ist ein Bereich der Siemens AG österreich und umfasst neben dem Wiener Standort auch die Tochtergesellschaft in Siegendorf im Burgenland.
Insgesamt erwirtschaftet SIMEA an beiden Standorten mit etwa 1.100 MitarbeiterInnen ein Volumen von ca. 260 Mio. Euro. Die Werke umfassen eine Produktionsfläche von insgesamt über 20.000 m2.
Das Wiener Werk konzentriert sich auf die Entwicklung, die Serienfertigung mittlerer Losgrößen und die Hochtechnologieproduktion von komplexen Produkten. Das Portfolio umfasst Industriestromversorgungen, Gleichstromantriebe für Industriemotoren, digitale Vermittlungsanlagen für Telefonnetzbetreiber, Komponenten für Schienenfahrzeuge, Telekommunikationsendgeräte und Geräte für verkehrstelematische Anwendungen. Unter anderem werden in Wien ein Teil der On-Board-Units für das deutsche LKW-Mautsystem, digitale TETRA-Endgeräte für den Funkgeräte-Hersteller Sepura und Hilfsbetriebeumrichter sowie Stromabnehmer für die Niederflurstraßenbahn ULF hergestellt.
In Siegendorf werden hauptsächlich Steuerelemente für Hausgeräte produziert. Mit einer vollautomatisierten Produktion kann das burgenländische Werk auch im harten internationalen Preiswettbewerb mit hoher Qualität punkten.
Die Produktion im Elektronikwerk Burgenland erfolgt rund um die Uhr in einem Drei-Schicht-Betrieb an 6 Tagen in der Woche. Dabei werden pro Jahr etwa 6,5 Millionen Baugruppen gefertigt. Anfang Jänner 2004 wurde in Siegendorf der einmilliardste Bauteil verarbeitet, gleichzeitig wurde die sechsmillionste Flachbaugruppe ausgeliefert. Mit einem 95-prozentigen Automatisierungsgrad erfolgt die Herstellung weitgehend frei von manuellem Handling der empfindlichen Bauteile. Handling-Fehler und verschmutzte Leiterplatten werden so minimiert und die Produktdurchlaufzeiten verkürzt.
Die Produktion läuft darüber hinaus weitgehend papierlos ab, alle Informationen für den Fertigungsprozess stammen von einem zentralen EDV-Informationssystem. So lässt sich der Weg jedes Produktes durch die Fertigungsstationen zurückverfolgen. Für die MitarbeiterInnen in Logistik und Qualitätsmanagement steht der aktuelle Produktionsstatus jederzeit online zur Verfügung.
Neben Flexibilität, Produktivität und ausgewogener Automatisierung sind auch Umweltmaßnahmen ein wesentlicher Erfolgsfaktor für SIMEA. 2003 wurde das Wiener Werk bereits zum zweiten Mal mit dem “ökoprofit”-Preis der Stadt Wien ausgezeichnet. Zu den Umwelt-Maßnahmen bei SIMEA zählen beispielsweise die Umstellung auf bleifreie Lötverfahren, die Erstellung von Grundlagen für die mögliche Errichtung einer Windkraftanlage und die Reduktion des Stromverbrauches um rund 20 Prozent. [Quelle: ots/Siemens AG]

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