SaaS: Software as a Service

[01.03.2007]

Virtuelle NetzeSaaS-Provider stellen ihren Nutzern gehostete Applikationen auf Basis einer monatlichen Miete zur Verfügung.

Dabei ist die Idee hinter “Software as a Service” nicht neu: Früher nannten sich die Anbieter “Application Service Provider” und warben damit, dass die Miete einer kompletten, angepassten Applikation wesentliche Einsparungen bei den IT-Ausgaben bedeutet. Schließlich sorgt der Provider dafür, dass die entsprechenden Rechnersysteme bereitstehen und laufend gewartet werden. Der Anwender hat so jederzeit Zugriff auf die aktuellste Software-Version, muss sich um die Sicherung seiner Daten nicht kümmern und die gesamten Aufwendungen für Server und deren technische Betreuung entfallen.

Allerdings: Als Application Service Providing hat sich die Idee nur in eng umgrenzten Nischen einen Markt schaffen können. Das liegt zum einen daran, dass die Infrastruktur (Breitband-Anbindung) zur Nutzung der Applikationen nicht überall zur Verfügung stand. Noch viel wichtiger allerdings: Die potenziellen Anwender hatten Bedenken hinsichtlich der Sicherheit ihrer unternehmenskritischen Daten und die Preismodelle erwiesen sich oft als wenig attraktiv.

Mit SaaS kommt nun ein wenig Bewegung in die Sache. Zielgruppe sind nicht mehr nur mittelständische Unternehmen, sondern auch Freiberufler usw. Auch liegt der Fokus nicht mehr auf dem Ersetzen der eigenen IT-Infratruktur: Bei SaaS setzt man - getreu der Web-2.0-Devise - vor allem auf Mobilität und Kooperation. Die Services sind dementsprechend in der Regel per Webbrowser von überall aus nutzbar, es ist ein Leichtes, Daten mit Kollegen auszutauschen oder gemeinsam an Projekten zu arbeiten.

Bekannte Beispiele für SaaS sind Salesforce.com und Rightnow. Aber es gibt zahlreiche neue Anwendungen, die sich unter diesem Begriff zusammenfassen lassen. Viele fokussieren zunächst typische Außendienst-Tätigkeiten und alles, was darum herum anfällt: CRM, Kalenderführung, Kommunikationszentrale, Kunden- und Adressverwaltung.

Zudem zeigen sich die Anbieter offener und haben interessantere Abrechnungsmodelle entwickelt. Sie lassen zum Teil Verbesserungsvorschläge ihrer Kunden in ihre Updates einfließen und zeigen auch sonst mehr Interesse an den Bedürfnissen ihrer Kunden.




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