Produktivitätstools: Spracherkennung
[14.07.2010]
Heute beginnen wir auf vielfachen Wunsch mit einer losen neuen Reihe: Es geht um Produktivitätstools für Einkäufer. Wie können Sie Ihren Job effektiver erledigen und zeitfressende Routinetätigkeiten sinnvoll unterstützen? Diesmal: Spracherkennung.
Spracherkennung ist eine der Technologien, die schon seit über 10 Jahren immer wieder wahre Wunder verspricht: Anstatt Berichte, Briefe und E-Mails mühsam per 2-Finger-Suchsystem in die Tastatur zu klopfen, diktieren Sie sie einfach und der Computer setzt das Diktat sofort in geschriebenen Text um.
Allerdings verflog die Begeisterung in den vergangenen Jahren meist rasch wieder: Die Ergebnisse blieben weit hinter den Erwartungen zurück, es war ein langwieriges Training nötig, bevor überhaupt irgendetwas erkannt wurde, und die Systeme waren so langsam, dass man eh zwischendurch den Gedanken verlor.
Wirklich nützlich war die Technik bislang vor allem für Berufsgruppen, die viele standardisierte Texte mit umfangreichem Fachvokabular erstellen mussten. Spezielle Versionen der Programme für Mediziner und Rechtsanwälte werden so schon seit langem erfolgreich genutzt.
Doch mittlerweile ist nicht nur die Technik gereift und die Programme können auch normale Texte besser „verstehen“: Auch die Computer sind schneller und leistungsfähiger geworden, womit nicht nur die Wartezeiten wegfallen, sondern auch eine bessere und umfangreichere Analyse möglich ist. Und tatsächlich: Die Ergebnisse können sich heute sehen lassen, eine langwierige Einarbeitung gehört der Vergangenheit an.
Wussten Sie, dass Windows 7 und sogar schon Windows Vista von Haus aus eine Spracherkennungskomponente enthalten? Sie können also sofort loslegen, wenn Sie eines dieser Betriebssysteme nutzen.
Komfortabler und mit noch besserer Erkennungsrate geht es mit Dragon NaturallySpeaking 10 Preferred Wireless von Nuance, das in der aktuellen Version auch mit Windows 7 zusammenarbeitet. Der Vorteil der Wireless-Edition: ein kabelloses Headset, mit dem Sie sich beim Diktieren frei bewegen können.
Spracherkennungsprogramme wie das genannte können neben der interaktiven Erkennung gesprochener Texte auch vorab aufgezeichnete Diktate umsetzen, die Korrektur der umgesetzten Texte kann per Sprechsteuerung erfolgen und sogar Windows und andere Programme können komplett über Sprachsteuerung bedient werden - ganz ohne Maus. Produktivitätssteigernd wirkt sich aber vor allem die Umsetzung von Sprache in Text aus, zumal das Programm keine Tippfehler macht: Wird das Wort richtig erkannt, so wird es auch richtig geschrieben!

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