Ortungsdaten

[31.05.2011]

Fingerabdruck Location Based Services basieren darauf, die Position eines Nutzers (genauer: eines mobilen Endgerätes) automatisch zu ermitteln. Dabei stehen neben GPS auch andere Methoden zur Verfügung.

Das globale Satellitenpositionierungssystem GPS ist das wohl bekannteste Verfahren, um die eigene Position zu ermitteln. Dabei empfängt ein GPS-Empfänger die Signale mehrerer spezieller GPS-Satelliten. Aus diesen Angaben und den Abweichungen der Signallaufzeiten kann das Gerät dann die eigene Position sehr genau ermitteln - und das weltweit. Immer mehr Smartphones, Tablets und Netbooks haben solche GPS-Empfänger mittlerweile eingebaut.

Darüber hinaus kann die Position aber auch über andere Methoden ermittelt werden: Geräte mit Mobilfunkfähigkeiten nutzen zur Positionsbestimmung die Details der jeweils im Empfangsbereich befindlichen Sendemasten und die Empfangsstärke. Die Sendemasten identifizieren sich mit eindeutigen Angaben, befinden sich mindestens drei Sendemasten im Empfangsbereich, so kann durch Triangulierung die Position auf wenige Meter genau bestimmt werden.

Eine dritte Möglichkeit ergibt sich durch die WLAN-Module vieler Endgeräte: Mit der Kartografierung vieler bevölkerungsreicher europäischer und amerikanischer Regionen wurden auch die Kennungen von WLAN-Basisstationen mit ihren Positionen/Sendestärken erfasst. Befindet sich nun ein Endgerät im Empfangsbereich einer solchen WLAN-Station, so kann die Position darüber grob bestimmt werden. Dazu ist es nicht notwendig, dass sich das Gerät in das WLAN einbucht oder einbuchen kann. Befinden sich gar mehrere WLAN-Router im Empfangsbereich, so kann die Position über entsprechend Dienste ebenfalls sehr genau bestimmt werden.

Desweiteren ist es teilweise möglich, durch zugeordnete dynamische IP-Adressen des Internet-Providers zum Teil bis auf Stadtteil- oder sogar Straßenebene die Position eines mit dem Internet verbundenen Endgerätes zu bestimmen. Mittlerweile sind bereits die ersten Apps in der Erprobung, die anhand eines über das Mikrofon aufgenommenen “Sound”-Fingerabdrucks feststellen, ob sich mehrere Nutzer eines Dienstes im gleichen Raum bzw. am gleichen Ort befinden. Natürlich lassen sich die einzelnen Techniken auch miteinander kombinieren.

Die so ermittelten Ortungsdaten werden beispielsweise von Navigationssystemen genutzt. Aber auch Kamera-Anwendungen speichern Ortsangaben häufig als zusätzliche Metadaten zu aufgenommenen Fotos. Location Based Services nutzen Ortungsdaten auf vielfältige Weise, um dem Nutzer ortsbezogene Dienste und Informationen zur Verfügung zu stellen.

Problematischer ist jedoch die unwissentliche Nutzung durch Werbetreibende, die auf die Ortungsdaten zugreifen, um “zielgerichtete” Werbung zu platzieren. Ebenso kann die bewusste oder zufällige Sammlung solcher Positionsangaben dazu genutzt werden, Bewegungsprofile zu erstellen, die dann (ggf. ohne Wissen der betroffenen Person) ausgewertet werden können.




---


ÖPWZ-
Seminartipps

4.6.12

Wie moderne Einkäufer das Internet nutzen, Wien, Dipl.-BW Matthias Lassen

--- 20.6.12

Das Wesentliche aus Bilanz- und Gu V für Einkäufer, Wien, MMag. Martin Nußbaumer

--- 25. - 29.6.12

&Oauml;PWZ-Einkäufer-Akademie, Diplomkurs, Bad Ischl, Referententeam

--- 4. - 6.7.12

Der Verhandlungsprofi, Wien, Dipl.-Ing. Jörg Köck









PercentMobile Tracking


Stets auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter (Versand monatlich):

Buchtipps

Buchcover Der Autopilot im Kopf

Carl Naughton

Der Autopilot im Kopf

Entscheiden, Urteilen, Probleme lösen, ohne in die üblichen Denkfallen zu tappen

---
Buchcover Wertschöpfungsmanagement im Einkauf

Andreas Stollenwerk

Wertschöpfungsmanagement im Einkauf

Der Einkäufer von morgen: Kaufmann und Verhandlungsexperte, Ingenieur und Ideengeber.

---

Neu auf dem Chefsessel, Peter Fischer

---

Leise Menschen, starke Wirkung, Sylvia Löhken

---

Business Englisch für Dummies, Lars M. Blöhdorn, Denise Hodgson-Möckel

Aktuelle Umfrage

Wie schätzen Sie das Euro-Risiko für die wirtschaftl. Entwicklung ein?