Multitouch-Bedienung

[09.01.2010]

FingerabdruckModerne Geräte mit Multitouch-Bedienung erlauben die Gestensteuerung mit mehreren Fingern über eine berührungsempfindliche Oberfläche und gelten als besonders “in”.

Geräte wie tragbare Computer, Smartphones oder auch Digitalkameras sollen immer einfacher und intuitiver bedienbar sein. Hier spielt die Nutzung berührungsempfindlicher Displays eine wichtige Rolle: Statt separater Tasten und Trackpads, einer Maus oder einem speziellen Stift erfolgt die Bedienung direkt mittels des eigenen Fingers und möglichst „natürlicher“ Gesten.

Bei Multitouch-Bedienkonzepten können diese Gesten nicht nur von einem Finger ausgeführt werden, sondern parallel von mehreren. Damit ergeben sich mehrere („multi“) Berührungspunkte („touch“) auf dem Display, die von dem Gerät zeitgleich erfasst und ausgewertet werden müssen.

Hilfreich ist dies beispielsweise dann, wenn angezeigte Inhalte wie Fotos oder Texte gedreht oder in der Größe verändert werden sollen - zwei Finger, die im einen Fall eine kreisförmige Bewegung über dem Objekt ausführen oder deren Abstand zueinander proportional zur gewünschten Größenveränderung verändert wird, reichen dann völlig aus.

Multitouch-Bedienkonzepte sind relativ neu und haben besonders durch das iPhone große Popularität erreicht. Windows war bis zur Version Windows 7 nicht multitouch-fähig. Die neue Version ist es grundsätzlich, erfordert aber nicht nur geeignete Eingabegeräte: Auch die Programme müssen so (um-)geschrieben werden, dass sie Multitouch-Gesten auswerten und geeignet reagieren können.

Übrigens: Obwohl naheliegend, ist es nicht notwendig, dass Display und Gestenerfassung eine Einheit bilden. So gibt es für normale Windows-PCs mittlerweile Multitouch-fähige Grafiktabletts, die Ausgabe erfolgt dann weiterhin über den vorhandenen Monitor, nur die Gesteneingabe über das spezielle Tablett. Vorteil: weniger Fingerabdrücke auf dem Monitor.




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