Mit schöpferischen Pausen schneller zum Ziel
[08.03.2007]
Wie ging die Geschichte vom Hasen und vom Igel noch?
Auch wer sich nicht mehr an den genauen Ablauf erinnert, weiß eines sicher: Der langsamere Igel war auf jeden Fall vor dem schnellen Hasen am Ziel.
Die Methode des Igels sei hier gleich verraten: Er hielt inne, machte eine Stärken/Schwächen-Analyse, plante sorgfältig und setzte als kreative Methode der Wahl einen zweiten Igel ein, so dass immer einer am Ziel war, wenn der Hase mit hängender Zunge gehurtelt kam.
Und die Moral von der Geschichte? Irgendwie scheint der Igel uns zu suggerieren: “Lass andere für dich arbeiten, anstatt dich selbst abzuhetzen!” Doch das ist nur die halbe Wahrheit.
Entscheidend für den Erfolg des Igels war es vielmehr, die Situation genau zu analysieren und zu erkennen, wo die Knackpunkte lagen. Anstatt gleich in Aktionismus auszubrechen, hat er nach kreativen Lösungen gesucht. Ob die nun fair oder ethisch bedenklich sind, soll hier nicht hinterfragt werden. Entscheidend ist: Der Igel veränderte die Rahmenbedingungen zu seinen Gunsten - und erwischte so den Hasen sprichwörtlich auf dem falschen Fuß.
Der Hase hingegen war sich seiner Sache zu sicher, rannte ohne großartiges Nachdenken los - sich seiner (vermeintlichen) Stärken bewusst. Das Ergebnis kennen wir wohl: Egal, wo der Hase ankam ... der Igel war (scheinbar) schon dort. Statt nun selbst eine kreative Pause einzulegen, die Situation zu analysieren und Gegenmaßnahmen zu entwickeln, tat der Hase nur das Nächstliegende: Er verdoppelte seine Anstrengungen, lief noch schneller - ohne zu erkennen, dass er chancenlos sein würde.
Fühlen Sie sich manchmal auch wie der Hase - gehetzt im Grunde nur dadurch, dass man sich selbst im Nacken sitzt? Dann versuchen Sie beim nächsten Mal doch, die Position des Igels einzunehmen! (Auch wenn das heißt, die Regeln ein wenig zu beugen oder Hilfe von anderen anzunehmen ...)

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