Micropayments
[04.01.2009]
Vor wenigen Jahren als Schlüssel für den Erfolg des E-Commerce propagiert, bleibt die Zahlung von Kleinstbeträgen im Internet bis auf Weiteres ein Randthema.
Bei Zahlungen von Kleinst- und Kleinbeträgen spricht man von Micropayment. Mit zunehmender Bedeutung des E-Commerce und des Online-Handels mit digitalen Gütern wie Musikdownloads oder Beiträgen aus Zeitschriften- und Zeitungsarchiven und Datenbanken im Web schienen Geschäftsmodelle, die Micropayments vorsehen, immer wichtiger zu werden. Die Herausforderung für den Betreiber besteht bei Micropayments darin, die Transaktionen kostengünstig und sicher durchzuführen - denn nur dann ist einerseits die Wirtschaftlichkeit, andererseits das Vertrauen der Kunden gegeben.
Doch in der Praxis haben Micropayment-Systeme keine besonders hohe Verbreitung gefunden: Bei den meisten Händlern fallen kaum Transaktionen unter 10 Euro an - und hier sind konventionelle Zahlungssysteme praktikabel. Dementsprechend sind die am häufigsten verwendeten Zahlungsoptionen im Internet auch Vorkasse, Überweisung, Lastschrift, Nachnahme und der Kauf auf Rechnung. In den USA ist die Zahlung per Kreditkarte am gebräuchlichsten.
Micropayments finden vor allem in geschlossenen Systemen statt, bei denen der Anbieter die Aufladung eines Kundenkontos vorsieht - der iTunes-Store von Apple, aber auch Googles Adsense/Adwords-Systeme basieren auf solchen “Insellösungen”, bei denen anbieterintern kumuliert abgerechnet wird.
Die gebräuchlichsten Systeme, mit denen Micropayments anbieterinter oder anbieterübergreifend möglich sind, unterscheiden sich in:
- vorausbezahlte, also Pre-Paid-Systeme;
- eGeld bzw. eCash (in der Praxis kaum anbieterübergreifend gebräuchlich);
- Bonuspunkt-Systeme (z.B. Webmiles);
- virtuelle Konten (z.B. Paysafecard, PayPal);
- Billing-Systeme (z.B. Firstgate);
- Mobilfunk-Inkasso (z.B. Paybox).
Mehr Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Micropayment

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