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Mentoring: Wozu?

[02.11.2008]

Gemeinsam zum ErfolgSind Sie Mentor? Oder Mentee? Oder beides?
Für die Weitergabe von Erfahrungswissen, aber auch effizientes Networking, kommt Mentoring in Unternehmen immer häufiger zum Einsatz.

Mentoring ist ein modernes Personalentwicklungsinstrument. Es wird eingesetzt, um den Wissenstransfer zwischen Erfahrenen und weniger Erfahrenen zu fördern. Die erfahrene Person, der Mentor, gibt ihre Erfahrung und ihr Wissen an den unerfahreneren Mentee oder Protegé weiter mit dem Ziel, seine berufliche oder persönliche Entwicklung zu fördern.

Der Mentor wird damit zum persönlichen Ratgeber, der Wert entsteht durch den Gedankenaustausch zwischen Mentor und Mentee. Im Unterschied zum Coach ist der Mentor üblicherweise nicht eigens für diese Tätigkeit ausgebildet, sondern verfügt lediglich über einen Erfahrungs- und/oder Wissensvorsprung.

Mentoring kann sich auf vielen verschiedenen Ebenen bewegen - von der informellen, persönlichen Freundschaft bis hin zu formalen Mentoring-Programmen, bei denen Mentor und Mentee sich zuvor nicht kennen und der Kontakt institutionalisiert erfolgt. Mentoring kann dementsprechend auch sehr formalen Kriterien genügen (regelmäßige Mentoring-Gespräche, Berichtsbögen ...) oder ganz ungezwungen im freundschaftlichen Gespräch am Telefon erfolgen.

Was zunächst vor allem Vorteile für den Mentee bietet, hat gerade im Unternehmensumfeld auch Vorteile für den Mentor:

  • Er hat das Gefühl, dass sein Wissen, seine Erfahrung geschätzt wird.
  • Er erhält neue Impulse.
  • Er kann seine eigene Arbeit gezielt reflektieren.
  • Er knüpft Netzwerke zu den Mentees, die er über die Jahre betreut.
  • Er kann seine sozialen und kommunikativen Fähigkeiten trainieren.

Für Berufseinsteiger und neue Mitarbeiter sind Mentoringprogramme in Unternehmen vor allem interessant, weil sie als Mentees:

  • gleich in die Unternehmensstrukturen eingebunden werden,
  • vom Erfahrungsschatz des Mentors profitieren können,
  • bei Zweifeln einen Ansprechpartner haben,
  • ihr eigenes Netzwerk erweitern,
  • ihre Fähigkeiten besser einschätzen lernen,
  • neue Ideen entwickeln können und Feedback erhalten
  • im Selbstvertrauen gestärkt werden.

Mentoring-Projekte können sich also zu einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten entwickeln. Und es spricht generell nichts dagegen, dass jemand sowohl in einem Bereich selbst als Mentor fungiert, zeitgleich in einem anderen Bereich aber sich selbst einen Mentor sucht.

Buchtipp:
Elisabeth Deistler, Elisabeth Haberleitner, Robert Ungvari
Führen Fördern Coachen: So entwickeln Sie die Potentiale Ihrer Mitarbeiter
Piper, 2003, ca. 10 Euro

 




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