MemoCharts - vernetzend denken, Lern-Erfolge vergrößern

[04.03.2004]

Ein Gastbeitrag von Reinhold Vogt, www.memopower.de

Es gibt viele praktische Lösungen, um Wissensinhalte alternativ zur Schriftform in grafischer Weise darzustellen. Eine grafische Darstellungsform hat den Vorteil, dass ihr Inhalt deutlich schneller erfassbar und leichter erinnerbar ist, als wenn man ihre Inhalte nur mit Worten darstellen würde.



  • Wenn es um die Aufbaubeschreibung einer Organisation geht, zum Beispiel eines Unternehmens, ist ein “Organigramm” gut geeignet.
  • Wenn der Ablauf einer Aktion, zum Beispiel eines Arbeitsablaufes oder eines Denkprozesses dargestellt werden soll, ist das “Fluss-Diagramm” (“FlowChart”) eine gute Lösung.
  • Eine MindMap® ist hilfreich, um geschäftliche Notizen sowie Konzepte strukturiert festzuhalten und Ideenfindungsprozesse zu unterstützen oder um kurz vor Prüfungen alle wichtigen Inhalte eines Fachgebietes in komprimierter Form zu wiederholen.

MemoCharts sind eine neue grafische Darstellungsvariante, um das vernetzende Denken zu fördern und wirkungsvoller in Zusammenhängen zu lernen.

MemoChart
[Abb.: Beispiel für eine MemoChart, Copyright Reinhold Vogt]


Schweifendes, kreatives Denken kann uns auch beim Lernen und Einprägen neuer Informationen in verblüffend effizienter Weise helfen. Wer zum Beispiel über das Vorwissen “Grundsteinlegung für den Kölner Dom = 1248” verfügt, kann sich die für ihn neue Information “Gründung des Zisterzienserinnenklosters in Heiligkreuztal = 1227” leichter einprägen, obwohl das eine mit dem anderen sachlich überhaupt nichts zu tun hat.

Für beides gilt nämlich die erinnerungsunterstützende Gemeinsamkeit: 13. Jahrhundert!

Inhaltlich genau so interessant können zusätzliche MemoCharts sein, die jeweils eine der ergänzenden Aussagen zum Hauptthema haben und insofern zu “Gedanken-Sprüngen” anregen: Die ergänzende Aussage “Baubeginn: 15. August 1248” könnte zum Beispiel einen Gedankensprung zum 13. Jahrhundert auslösen.

MemoCharts inspirieren dazu, solche Bezüge zu entdecken bzw. sie gezielt zu suchen. Je mehr Informationen wir bereits im Kopf haben (Vorwissen), desto leichter können wir weitere Informationen aufnehmen und erinnern, desto eher können wir solche Informationen auch für unser Denken nutzen, desto mehr Qualität bekommen unsere überlegungen und unser Handeln.

MemoCharts haben immer dieselbe Struktur:

  • Im Zentrum steht das Stichwort zum Hauptgedanken.
  • Um dieses Stichwort sind in strahlenförmiger Anordnung ergänzende Aussagen gruppiert.
  • Die ergänzenden Aussagen dürfen/sollen als komplette Sätze (ggf. als Teil- Sätze) formuliert sein; das erhöht ihre Verständlichkeit.
  • Um die übersichtlichkeit zu wahren, enthält jede MemoChart (zum Beispiel) nur maximal acht Aussagen.
  • Sofern mehr als acht ergänzende Aussagen dargestellt werden sollen, legt man einfach eine zweite oder mehrere Folge-MemoCharts mit jeweils demselben zentralen Stichwort (Hauptgedanken) an.
  • Außer dem Zentral-Begriff gibt es auf der MemoChart nur eine einzige weitere “Ebene”, nämlich die acht in strahlenförmiger Anordnung gruppierten Informationsfelder.
  • Im Idealfall sind mehrere MemoCharts miteinander verknüpft: Mindestens eine der ergänzenden Aussagen ist ihrerseits der Hauptgedanke einer eigenständigen MemoChart.

Menschen sind nicht nur in ihrer Gesamt-Persönlichkeit unterschiedlich, sondern sie lernen auch unterschiedlich. Die MemoChart-Idee ist eine ergänzende Methode, um Lern-/Einprägungs-Prozesse zu optimieren; sie macht keine anderen Lern-/Einprägungs-Methoden überflüssig.

MemoCharts können handschriftlich oder zum Beispiel mit Hilfe der speziellen Software memoCHART erstellt werden.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Anwendung der MemoChart-Idee; die versprochenen Erfolge stellen sich automatisch ein!

Ihr Reinhold Vogt

Reinhold Vogt ist seit mehr als zwanzig Jahren als freiberuflicher Trainer/Ausbilder tätig. Er hat sich auf die Inhalte “Lernen, Gedächtnis & Lehren” spezialisiert. Links zu seinen Informationsangeboten im Web:

www.memoPower.de
www.memoChart.de
www.mnemonik.de

Hinweis: MemoChart und memoCHART sind als Schutz-Marken angemeldet worden.


---











PercentMobile Tracking


Kostenloses Newsletter-Abo

Hinweis
Immer informiert über Neuigkeiten im Magazin Einkauf und Management:

ÖPWZ-Seminartipps

20.-24. September 2010

ÖPWZ-Einkäufer-Akademie (Aufbaukurs), Bad Ischl, Referenten-Team

--- 13.-14. September 2010

So führen Sie Einkaufsverhandlungen konsequent zum Erfolg, Wien, Herbert Graf

--- 16. September 2010

RFID im Praxiseinsatz, Graz, Dipl.-Ing. Alexander Gauby

Geschenktipps

Messekalender

 IFA, Berlin
03.09.2010 - 08.09.2010
---  MOTEK, Stuttgart
13.09.2010 - 16.09.2010
---  IAA Nutzfahrzeuge, Hannover
23.09.2010 - 30.09.2010
---  IAA Nutzfahrzeuge, Hannover
23.09.2010 - 30.09.2010

Buchtipps

Buchcover Management

Peter Drucker

Management

Peter Drucker ist der größte Managementvordenker aller Zeiten und seine Lehren sind gültig wie nie.

---
Buchcover IT-Projekte in Österreich: in time, in budget, in quality

Elmar Weixlbaumer, Meinhard Ciresa

IT-Projekte in Österreich: in time, in budget, in quality

Anders als der Titel vermuten lässt liefert das Buch praxisnahes Management-Wissen für die effektive Durchführung von IT-Projekten. Dabei gehen die Autoren auch auf österreichspezifische Rechtsfragen ein, das Buch lässt sich aber auch außerhalb Österreichs mit Gewinn lesen.

---

Spitzenleistungen im Supply Chain Management, Peter A. Bolstorff, Robert G. Rosenbaum, Rolf G. Poluha

---

Die neue Wirtschaftsmacht am Ganges, Volker Zotz

---

Einkaufen wie die Profis, Jörg Pfützenreuter

Aktuelle Umfrage

Wie schätzen Sie die wirtschaftl. Entwicklung im Jahr 2010 ein?