Mashup

[30.06.2009]

PuzzleMashup (engl. “Verknüpfung”) steht für die Erstellung neuer Inhalte durch die nahtlose (Re-)Kombination bereits bestehender Inhalte.

Remix, Collage, Mashup - im “Mitmach”-Web 2.0 geht es nicht nur um die Erstellung nutzergenerierter Inhalte (user-generated content), sondern auch um die Verknüpfung vorhandener Inhalte zu neuen Konzepten. Mashups bedienen sich dabei unterschiedlichster Informationsquellen wie frei verfügbaren Bildarchiven, RSS-Feeds, Kartenmaterial (beispielsweise von http://maps.google.de), Audio- und Video-Portalen, Twitter und vielem mehr.

Die zum Einsatz kommenden Inhalte stammen nicht nur aus unterschiedlichen Quellen, sondern in der Regel auch von verschiedenen Nutzern, die zumeist gar nicht erfahren, dass sie mit ihren Inhalten zu einem Mashup beigetragen haben.

So könnte ein einfaches Mashup auf der Basis von Google Maps zu jedem beliebigen Ort Fotoarchive wie Flickr nach entsprechend bezeichneten bzw. getaggten Fotos durchsuchen, zeitgleich aus dem Microblogging-Dienst Twitter aktuelle Tweets importieren, die den Namen des jeweiligen Ortes enthalten, und zusätzlich noch den Wikipedia-Eintrag zum Ort anzeigen. Ein einfaches Mashup, denn hier würden die jeweiligen Quelldaten quasi unverändert übernommen und nur gemeinsam arrangiert angezeigt.

Bei komplexeren Mashups ist es aber auch durchaus möglich, die Inhalte zu verändern und ganz neu zu interpretieren, um so beispielsweise Kunstinstallationen zu erschaffen. So existieren beispielsweise Online-Anwendungen, die nach Eingabe einer beliebigen URL die angezeigten Inhalte adaptieren, mit zusätzlichen Links versehen und Modifikationen vornehmen, die für den Betrachter unter Umständen nicht mehr als solche wahrnehmbar sind.

Hier besteht auch die größte Gefahr von Mashups: Die derartige Nutzung der Inhalte ist nicht immer vom Urheber der Informationen gewünscht und in manchen Fällen auch nicht freigegeben.

Technisch möglich werden Mashups durch sogenannte APIs (Application Programming Interface). Diese Programmierschnittstellen erlauben es, die Inhalte und Services eines Webdienstes in externen Anwendungen zu nutzen. Die Suche nach passenden Informationen in Flickr, Twitter, YouTube und Co. erfolgt also vollautomatisch - und durch die clevere Verknüpfung der verschiedenen APIs und Dienste entstehen so neue Anwendungen, die die Inhalte dieser Dienste im Rahmen von Mashups “zweitverwerten”.




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