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Managementaufgabe “Zufriedenheit”
[01.05.2009]
Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten lautet die Devise bei vielen Unternehmen, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Häufig auf Kosten der Mitarbeiter, die sich stärker unter Druck sehen. Aber auch Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist eine wichtige, wenn auch häufig unterschätzte Managementaufgabe.
Wenn Sie Führungsverantwortung haben, dann sind Sie derzeit vermutlich häufiger gezwungen, schlechte Botschaften zu überbringen, mehr Leistung zu fordern - und so den Druck auf die Kollegen zu erhöhen. Jeder Angestellte weiß um die Notwendigkeit, effizient zu wirtschaften, er kennt aber auch die Situation, dass der aufgebaute Druck die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz steigert und vielfach zu einer Verschlechterung des Arbeitsklimas führt.
Und genau hier liegt die Krux: Unzufriedenheit und schlechtes Arbeitsklima sind Produktivitätskiller. Führungskräfte, die gerade in Krisenzeiten nur auf den Output schauen und nicht auf die Emotionen der einzelnen Mitarbeiter, schaden mittel- und langfristig dem Unternehmen mehr, als sie ihm in der Krise nützen.
Die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz und die Verschlechterung der Stimmung führen nicht nur dazu, dass vermehrt Mitarbeiter innerlich kündigen - viel größer ist die Gefahr, dass die Produktivität im Team durch vermehrte Machtkämpfe leidet: Jeder hat Angst, der nächste auf der Abschussliste zu sein, und arbeitet nur noch für die eigene Karriere, nicht mehr im Sinne der größtmöglichen Teameffizienz.
Darüber hinaus wirkt ein schlechter werdendes Arbeitsklima wie ein Virus: Einmal infiziert, steckt man mit seinem Verhalten andere Kollegen an. Eine Negativsprale, die auch an den Abteilungsgrenzen nicht Halt macht und sich rasch sogar über die Unternehmensgrenze fortpflanzt: Mitarbeiter mit Kontakt zu Kunden oder Geschäftspartnern werden auch diesen gegenüber ihrer Unzufriedenheit Ausdruck verleihen - vielleicht nicht unmittelbar, aber zumindest indirekt. Die Gefahr besteht, dass so Geschäftsbeziehungen leiden und mittelfristig Kunden abspringen - genau das Gegenteil von dem, was in der Krise durch Effizienzsteigerung und Kostensenkung bewirkt werden soll.
Daher ist es für Unternehmen gerade in wirtschaftschaftlich schwierigen Zeiten wichtig, die Zufriedenheit am Arbeitsplatz als Managementaufgabe zu begreifen und den verbleibenden Mitarbeitern gerade dann ein angenehmes Umfeld zu gestalten, wenn schlechte Nachrichten an der Tagesordnung sind. In Zufriedenheit zu investieren lohnt sich auch deshalb, weil zufriedene Mitarbeiter produktiver sind und diese Zufriedenheit in die Welt hinaus tragen.
Führungskräfte sollten daher gerade jetzt Gespür für die Belange ihrer Mitarbeiter entwickeln und auch das persönliche, offene Gespräch nicht scheuen.
Weitere Informationen: zufriedenheitscoach.de

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