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Logistikdrehscheibe Hafen Wien: Trimodalität als Plus
[03.11.2010]
Weitgehend unbemerkt selbst von den meisten Wienern hat sich der Hafen Wien in den vergangenen Jahren zu einem der größten europäischen Donauhäfen und einem wichtigen Logistikzentrum für die österreichische und europäische Wirtschaft entwickelt.
12 Millionen Tonnen Güterumschlag pro Jahr - das entspricht einer Lkw-Kolonne von Wien bis Genf. Autoterminals, die im Jahr 77.000 Fahrzeuge abfertigen. Ein Containerterminal, von dem pro Woche 85 Containerzüge die wichtigsten Seehäfen Europas ansteuern - das sind nur einige der beeindruckenden Zahlen hinter dem Hafen Wien.
Neben der Lage im Herzen Europas - rund 2.000 Kilometer entfernt vom Schwarzen Meer und rund 1.500 Kilometer von der Nordsee, punktet der Wiener Hafen mit seiner Trimodalität: der optimalen direkten Anbindung an die drei Hauptverkehrsträger Schiff, Bahn und Lkw. Auch der nahegelegene Flughafen Wien-Schwechat trägt zur Attraktivität bei.
Aber auch für die Nahversorgung spielt der Hafen eine große Rolle: Eine Vielzahl der Waren, die in Wien angeboten oder verarbeitet werden, werden mittlerweile über den Wiener Hafen umgeschlagen. Mit über 335.000 Containereinheiten pro Jahr wird diese Tatsache eindrucksvoll veranschaulicht.
Rund 3,5 Millionen Quadratmeter ist das Areal des Hafens groß, das neben dem größten Containerterminal für Binnenschifffahrt in Mitteleuropa auch das größte Zollfreilager Österreichs umfasst. Dabei verteilt sich der Güterumschlag auf gleich drei Standorte: den Hafen Freudenau, den Hafen Albern und den Ölhafen Lobau. Pro Jahr werden an diesen drei Standorten rund 1.700 Frachtschiffe abgefertigt. Über den Wasserweg kommen vor allem Mineralölprodukte sowie Streusalz, Baustoffe wie Zement, Sand oder Stahlprodukte bzw. landwirtschaftliche Produkte wie Getreide und Kunstdünger.

Doch die Wiener Hafen-Gruppe, ein Unternehmen des Wien Holding-Konzerns, ist nicht nur für den Güterumschlag in diesen drei Häfen verantwortlich: Sie betreibt über Tochterunternehmen auch die Personenschifffahrt der DDSG mit dem Terminal an der Reichsbrücke sowie die Marina Wien, einen modernen Sportboothafen.
Auch als Arbeitgeber ist der Hafen ein wichtiger Faktor für die Region: Arbeiten rund 250 Angestellte direkt für den Betreiber, so sorgt der Hafen über Drittunternehmen und Logistikpartner für über 5.000 direkt zurechenbare Arbeitsplätze.

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