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Logistikdienstleister müssen innovativer werden

[04.01.2008]

CapgeminiDie Third Party Logistics-Studie 2007 von Capgemini kommt zu dem Ergebnis, dass zwar die Zufriedenheit mit Informationstechnologieleistungen steigt, dass aber das Innovationspotenzial der Logistikdienstleister aus Sicht der Kunden nicht ausgeschöpft wird.

Die Unternehmen sehen einen deutlichen Spielraum bei den Leistungen externer Logistikdienstleister. Lediglich 43 Prozent der europäischen Firmen bekommen ihrer Meinung nach neue und innovative Instrumente zur Verfügung gestellt, mit denen sich die Effektivität der Logistik verbessern lässt. Besser, aber immer noch mit teilweise deutlichem Potenzial, sind die Werte für Nordamerika mit immerhin 62 Prozent zufriedenen Kunden, Asien/Pazifik mit 69 Prozent sowie Lateinamerika mit 78 Prozent.

Dies ist ein zentrales Ergebnis der Third Party Logistics-Studie 2007 von Capgemini in Zusammenarbeit mit dem Georgia Institute of Technology, SAP und DHL. An der Untersuchung nahmen 1.568 Logistik-Manager weltweit teil. Die Studie wurde 2007 zum 12. Mal in Folge durchgeführt.

Dr. Martin Raab, Leiter Supply Chain Management Capgemini Consulting, bringt die Herausforderung für Logistikdienstleister auf den Punkt: “Die Logistikunternehmen müssen aus ihrer klassischen Rolle als Transportdienstleister herauswachsen und zu einem langfristigen Business-Partner in Sachen Logistiktransformation werden.”

Transport bleibt das Brot-und-Butter-Geschäft

Obwohl sich die befragten Logistikexperten von ihren Dienstleistern mehr Unterstützung bei Effektivitätsverbesserungen wünschen, sind sie doch mit ihnen insgesamt zufrieden: 85 Prozent bezeichnen die Arbeit der ausgelagerten Logistik als erfolgreich.

Am häufigsten werden dabei nationale (91 Prozent) und internationale (87 Prozent) Transportaufgaben, Lagerhaltung (68 Prozent) sowie die Zollabfertigung (58 Prozent) an externe Firmen abgetreten. “Die Firmen scheuen sich immer noch, Logistikdienstleister an Stellen in der Lieferkette einzusetzen, die einen direkten Umsatzbezug haben, wie beispielsweise die Bestellannahme”, so Martin Raab.

Als Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit sind denn auch klassische Kriterien wie z.B. die Preise oder die Service-Standards in erster Linie Bestandteil der vertraglichen Gestaltung (jeweils über 90 Prozent in Europa). Elemente aus dem Bereich der Informationstechnologie werden hingegen nur in weniger als der Hälfte aller Verträge genauer spezifiziert.

Immer noch deutliche Lücke zwischen IT-Anforderungen und -Leistungen

Die geringe vertragliche Fixierung der IT-Leistungen steht dabei in Kontrast zu den Erwartungen an die Informationstechnologie: 92 Prozent sehen adäquate Fähigkeiten ihres Dienstleisters als absolute Notwendigkeit an. Die Zufriedenheitsrate hat zwar von 35 Prozent im Vorjahr auf 42 Prozent in diesem Jahr zugenommen - sie bleibt aber damit immer noch weit unterhalb den Erwartungen der Kunden.

“In einer Unternehmensumgebung, die immer stärker vernetzt agiert, werden die IT-Fähigkeiten zu einem Wettbewerbsvorteil - oder eben -nachteil”, so Martin Raab. “Die Third Party Logistics-Anbieter müssen sehr genau beobachten, wie sie ihren Kunden durch geeignete IT-Leistungen einen Mehrwert bieten können.”

Technologienutzung Third-Party Logistics

Die am häufigsten von den befragten Logistik-Managern genannten IT-Ansatzpunkte sind demnach Visibility-Tools (Tracking-Tracing, Event-Management), web-basierte Kommunikation, Transport-Management und Lager-Management. Von der Radio Frequency Identification(RFID)-Technologie versprechen sich die Unternehmen viel - es ist der Wert mit der höchsten Erwartungshaltung an den künftigen Einsatz. Doch aktuell und fast unverändert zum Vorjahr rangiert RFID unter “Ferner liefen”.

Die englischsprachige Studie steht auf den Webseiten von Capgemini zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Über Capgemini und Capgemini Consulting

Capgemini ist ein führender Dienstleister für Management- und IT-Beratung, Technologie-Services sowie Outsourcing. Capgemini beschäftigt weltweit rund 80.000 Mitarbeiter und erzielte 2006 einen Umsatz von 7,7 Milliarden Euro.

Capgemini Consulting ist die Strategie- und Management-Beratungseinheit der Capgemini-Gruppe. Sie unterstützt Kunden aller Sektoren dabei, zu wachsen und ihre Geschäftsprozesse zu verbessern. Basierend auf einem umfangreichen funktionalen Wissen und der Fähigkeit, Veränderungen zu beschleunigen, entwickelt Capgemini Consulting mit seinen Kunden Transformationsstrategien und hilft diese umzusetzen. Weltweit sind mehr als 5.500 Management-Berater für Capgemini Consulting tätig.




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