Kreativ mit SCAMPER

[01.10.2006]

KreativitaetstechnikenDie SCAMPER-Methode hilft Ihnen, Ideen für neue Produkte, Services und Prozesse zu finden. Es handelt sich um eine strukturierte Kreativitätstechnik, die sowohl in der Einzel- als auch in der moderierten Gruppenarbeit einsetzbar ist.

SCAMPER liefert eine Art Checkliste, um strukturiert bestehende Objekte oder Strukturen zu hinterfragen und die eigene Kreativität zu nutzen, um diese zu optimieren. SCAMPER selbst ist ein Akronym und steht für: Substitute, Combine, Adapt, Modify, Put to other use, Eliminate, Rearrange.

SCAMPER wurde 1997 von Bob Eberle als Kreativitätstechnik vorgestellt und ist auch als Anfangspunkt für laterales Denken verwendbar. SCAMPER beruht auf der Osborn-Checkliste, die bereits 1957 von Alex Osborn als “Anleitung zu angewandtem Einfallsreichtum” insbesondere bei der systematischen Generierung von neuen Produkten und Prozessen veröffentlicht wurde.

SCAMPER Schritt für Schritt

S - SUBSTITUTE (Ersetzen)
Tauschen Sie Materialien, Komponenten oder Personen aus. Beispiel: Reinigungs- und Badetücher aus Microfaser.

C - COMBINE (Kombinieren)
Verbinden Sie einzelne Komponenten auf kreative Weise, stellen Sie Prozessabläufe um, integrieren Sie andere Zusatzfunktionen oder Services. Beispiel: Ziploc hat Gefrierbeutel mit dem notwendigen Verschluss kombiniert.

A- ADJUST, ADD, OR ADAPT (Adaptieren)
Ändern Sie das Vorhandene ab, um das Produkt oder den Service zu verbessern. Verändern Sie Funktion, verwenden Sie Teile anderer Elemente oder verdoppeln Sie bestehende. Beispiel: Nassrasierer mit mehreren Klingen.

M - MODIFY, MAGNIFY, OR MINIATURIZE (Modifizieren)
Suchen Sie nach neuen Möglichkeiten durch die Veränderung der Größe oder Natur des Produktes. Auch veränderte Gestalt und variierte Attribute (Farbe, Haptik, Akustik, ...) können hier zum Tragen kommen. Beispiel: Denken Sie daran, wie aufmerksamkeitsstark eine Magnum-Flasche Champagner ist oder in wie vielen verschiedenen Größen Post-Its mittlerweile zu haben sind.

P - PUT TO OTHER USE (Einsatzzweck ändern)
Verändern Sie Einsatzgebiet und Verwendungszweck. Beispiel: Abwärme aus der Produktion kann zum Heizen anderer Räumlichkeiten oder Plätze genutzt werden.

E - ELIMINATE OR ELABORATE (Eliminieren)
Vereinfachung ist gefragt. Entfernen Sie Komponenten, reduzieren Sie das Objekt auf seine Kernfunktion. Beispiel: Überweisungen am Bankschalter zu tätigen ist zeitaufwändig und kostenintensiv. Reduziert man auf die Kernfunktionalität, so führt das zu Online- und Telefon-Banking.

R - REARRANGE OR REVERSE (Rearrangieren)
Kehren Sie die Prozessreihenfolge um, kehren Sie das Innere nach außen, stellen Sie das Objekt buchstäblich auf den Kopf und suchen Sie nach entgegengesetzten Nutzungsmöglichkeiten. Beispiel: Normalerweise erfolgt die Qualitätsprüfung nach Wareneingang im eigenen Unternehmen. Werden die Waren aber z.B. aus China oder Indien bezogen, so kostet dieses Vorgehen Zeit und Geld (Transportlogistik). In diesem Fall ist die Qualitätssicherung noch im Ursprungsland vorzuziehen - die übliche Prozessreihenfolge wird umgestellt.

Verwendung findet SCAMPER wie andere verwandte Kreativitätstechniken vor allem bei der Entwicklung möglicher neuer Produkte und Services, aber auch bei der Suche nach preisgünstigeren oder wirkungsvolleren Alternativen (beispielsweise im Beschaffungsprozess). Die einzelnen Punkte sind nicht zwangsläufig alle praktikabel, sollen aber als Anfangspunkt dienen.




---











PercentMobile Tracking


Kostenloses Newsletter-Abo

Hinweis
Immer informiert über Neuigkeiten im Magazin Einkauf und Management:

ÖPWZ-Seminartipps

20.-24. September 2010

ÖPWZ-Einkäufer-Akademie (Aufbaukurs), Bad Ischl, Referenten-Team

--- 23.-24. September 2010

So erreichen Einkäufer noch mehr in der (Preis)-Verhandlung, Wien, Dipl. oec. Volker Brodbeck

--- 27.-28. September 2010

Professionell disponieren, Wien, Dkfm. Mag. Walter Broschek, Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Egon Eicher

Geschenktipps

Messekalender

 MOTEK, Stuttgart
13.09.2010 - 16.09.2010
---  IAA Nutzfahrzeuge, Hannover
23.09.2010 - 30.09.2010
---  IAA Nutzfahrzeuge, Hannover
23.09.2010 - 30.09.2010
---  FachPack, Nürnberg
28.09.2010 - 30.09.2010

Buchtipps

Buchcover Einfach mehr Charisma

Claudia E. Enkelmann

Einfach mehr Charisma

Menschen begeistern, auf andere anziehend wirken, bessere Chancen im Beruf, ein erfülltes Privatleben ...

---
Buchcover Die 111 besten Checklisten zur Existenzgründung

Claudia Ossola-Haring (Hrsg.)

Die 111 besten Checklisten zur Existenzgründung

Jungunternehmer und Existenzgründer müssen jetzt nicht mehr ins eiskalte Wasser springen: Die Herausgeberin bietet 111 erprobte Checklisten an, die den Schritt in die Selbstständigkeit weniger riskant werden lassen. Von der Vorbereitung über Finanzierung, Marketing und Verkauf, Wahl der Rechtsform, Kauf der EDV-Ausstattung bis hin zu steuerlichen und arbeitsrechtlichen Fragen - all diese Themen behandelt dieses neuartige Buch.

---

Performance Measurement in Supply Chains, Jürgen Richert

---

Zeitmanagement. Perfekt organisiert mit Zeitplaner und Handheld, Jörg Knoblauch, Holger Wöltje

---

Re-imagine!, Tom Peters

Aktuelle Umfrage

Wie schätzen Sie die wirtschaftl. Entwicklung im Jahr 2010 ein?