HUD (Heads-Up Display)
[31.01.2011]
Die Abkürzung HUD wurde ursprünglich für Displays verwendet, die z.B. im Auto oder im Flugzeug Informationen direkt in das Gesichtsfeld des Nutzers einblenden. Mittlerweile findet sich die Abkürzung jedoch auch bei zahlreichen Software-Applikationen.
Die Grundidee des Heads-Up-Displays besteht darin, dass der Anwender seinen Blick nicht vom Geschehen abwenden muss, um wichtige Statusinformationen zu sehen. Stattdessen werden die Informationen direkt ins Blickfeld einprojiziert.
Bekannt ist dieses Prinzip vielen aus den Terminator-Filmen, in denen der Cyborg Zusatzinformationen in seinem Blickfeld sieht. Auch Kampfpiloten kennen das Prinzip seit Langem, zudem es hat Einzug in den Automobil- und Schienenfahrzeugbau gehalten. Bei diesen Anwendungsszenarien geht es darum, die Sicherheit des Nutzers zu erhöhen. Beispielsweise kann er bei hohen Geschwindigkeiten durch den Blick auf einen klassischen Tacho zu lange abgelenkt werden, während das HUD die Information kontinuierlich einblendet.
Seit einiger Zeit bedient sich auch das Produktmarketing verstärkt des Begriffs „HUD“. Bei bestimmten SMS-Anwendungen, Mail-Apps und E-Book-Readern für Smartphones wird dazu ein Live-Kamerabild des Gerätes von der eigentlichen Anwendung überlagert. Dies soll dazu dienen, auch unterwegs das Gerät nutzen und trotzdem jederzeit nahende Gefahren erkennen zu können.
Selbst für klassische PCs und Macs gibt es Tools, die sich des HUD-Begriffs bemächtigen. Systemmonitoring-Dienste oder Taschenrechner legen dabei ihre Informationen in einem kleinen, verschiebbaren (semi)transparenten Fenster über die Hauptanwendungen und den Desktop.

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