Grid Computing

[03.03.2004]

“Grid” heißt “Gitter” und Grid Computing ist eine Methode, mit der räumlich voneinander entfernte Computer so miteinander zusammenarbeiten, dass je nach Bedarf und Vorhandensein in diesem verteilten Netzwerk auf freie Rechenkapazitäten zugegriffen werden kann. Wenn man bedenkt, dass Großrechenanlagen oft bis zu 80 Prozent ihrer Kapazitäten nicht nützen, weil sie z.B. nur zu bestimmten Zeitpunkten bestimmte Aufgaben erfüllen, den Rest der Zeit aber auf Warteposition stehen oder als Sicherheitsreserve im Falle eines Ausfalls anderer Systeme dienen, kann die wirtschaftliche Dimension von Grid Computing rasch nachvollzogen werden.

Ein Beispiel aus der Wissenschaft ist das SETI@home-Projekt, bei dem die ungenützten Rechnerressourcen von vier Millionen Home-PCs auf der ganzen Welt zur Auswertung von Radio-Teleskop-Daten aus dem Weltall herangezogen werden.

Die wirtschaftliche Nutzung von Grid Computing steckt noch in den Kinderschuhen, gerät aber verstärkt in den Fokus von Unternehmen, deren Kerngeschäft mit Netzwerktechnologie, Speichertechnik und Datenbanktechnologie zu tun hat. An vorderster Stelle ist hier derzeit Oracle zu nennen, das sich mit dem Grid Computing intensiv auseinandersetzt und entsprechende Business-Anwendungen entwickelt.

Links zu weiterführenden Informationen:

Oracle Grid Computing
www.oracle.com/technologies/grid

Fraunhofer Resource Grid
www.fhrg.fhg.de




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