Ford Motor Company tritt der AUTOSAR Partnerschaft als Core Partner bei

[26.11.2003]

Die Automotive Open System Architecture (AUTOSAR) Partnerschaft hat den Beitritt der Ford Motor Company verkündet. AUTOSAR wurde von den Automobilherstellern BMW Group, DaimlerChrysler und Volkswagen sowie den Automobilzulieferern Bosch, Continental und Siemens VDO im Juli 2003 gegründet. Das Hauptziel von AUTOSAR besteht in der Standardisierung einer offenen elektrisch/elektronischen (E/E) Systemarchitektur.



Die Partnerschaft zielt darauf ab, Basisfunktionen und funktionale Schnittstellen zu definieren und zu standardisieren. Wesentlich ist hierbei, Funktionen verschiedener Hersteller zu integrieren und im Netzverbund zu transferieren. Auch soll die stetige Aktualisierung von Software über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs erleichtert und sichergestellt werden.

“Der Elektronikanteil heutiger Fahrzeuge ist enorm hoch und wird bei zukünftigen Fahrzeuggenerationen weiter zunehmen, so dass Innovationen im Fahrzeugbereich stark von der Elektronikentwicklung abhängen. Dabei wächst der Anspruch an die Vernetzung der einzelnen Systeme. Durch AUTOSAR sollen eine höhere Leistung und Zuverlässigkeit sowie eine größere Flexibilität bei der Integration neuer Technologien erreicht werden”, sagte Richard Parry-Jones, Vizepräsident für die globale Produktentwicklung und Chief Technical Officer der Ford Motor Company.

“Ford unterstützt AUTOSAR bei der Erarbeitung neuer Standards, die der Industrie helfen, Innovationen schnell und kosteneffektiv zu entwickeln und umzusetzen sowie dabei die steigende Komplexität zukünftiger elektronischer Plattformen zu bewältigen.”

Ford Motor Company tritt AUTOSAR als Core-Partner bei und hat somit wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung und Implementierung der technischen Standards und die organisatorische und administrative Leitung der Kooperation. Somit unterstützt Ford die Umsetzung dieses “Industriestandards” für die automobile E/E Systemarchitektur und wird helfen, die Entwicklung und Implementierung des AUTOSAR-Standards zu beschleunigen.

Die möglichen Vorteile einer solchen Standardisierung sind vielfältig und können der gesamten Automobilindustrie von hohem Nutzen sein. Aus Sicht eines Automobilherstellers wird der zunehmende Einsatz von Standard-Softwaremodulen wertvolle Ressourcen freisetzen, um innovative Systeme zu verwirklichen.

Indem Software-Module bei sämtlichen Produktlinien und Kunden verwendet werden, können Zulieferer ihren jeweiligen Entwicklungsaufwand und die Risiken senken sowie ihre Variantenanzahl minimieren. Der Wechsel von eigenen zu Standard-Schnittstellen und dem daraus resultierenden Zuwachs an Transparenz eröffnet große Potentiale für Werkzeug-Lieferanten und neue Firmen am Markt. Der AUTOSAR-Standard umfasst die Bereiche Bordnetz, Antriebssysteme, Fahrwerk und Sicherheitssysteme sowie Multimedia, Telematik und Mensch-Maschine-Schnittstelle. [ots/Ford]


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