Flash-Speicher, Solid State Drives
[03.11.2010]
Solid State Drives mit Flash-Speicher versprechen schnellere Computer bei niedrigerem Energieverbrauch und Gewicht.
Alle reden darüber, doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Spätestens mit der Vorstellung des neuen MacBook Air von Apple rückt der sogenannte Flash-Speicher (wieder einmal) ins Blickfeld der Kunden. Bei diesen kleinen Notebooks ersetzt Flash-Speicher (auch: Solid State Drives, SSD) die Festplatte. Das spart Gewicht, es gibt keine beweglichen Teile mehr wie bei einer herkömmlichen Festplatte und der Datendurchsatz ist im Vergleich zu dieser deutlich höher.
Der Flash-Speicher besteht dabei aus einzelnen Speicherchips, deren Besonderheit es ist, auch ohne Stromzufuhr ihren Inhalt zu behalten - daher auch der Name „Solid State“. Herkömmliche Speicherbausteine verlieren ihren Speicherinhalt, sobald der Strom abgeschaltet wird.
Tatsächlich ist Flash-Speicher nichts Neues: Die Speicherkarten für Digitalkameras und Handys funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Auch Geräte wie das iPad verdanken dem eingebauten Flash-Speicher, dass sie nicht erst (wie ein PC) gebootet werden müssen, sondern direkt nach dem Einschalten benutzbar sind.
Als Ersatz für herkömmliche Festplatten, die in PCs und Notebooks zum Einsatz kommen, sind Solid State Drives seit einigen Jahren verfügbar, fristen aber ein Nischendasein. Der Grund sind die hohen Kosten und geringen Speicherkapazitäten im Vergleich zu konventionellen Festplatten. Mittlerweile erscheinen aber immer mehr SSDs zu bezahlbaren Preisen mit hoher Zuverlässigkeit und Performance bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch und Gewicht als PC-Komponenten. Einige Hersteller bauen SSDs daher mittlerweile ab Werk in Notebooks und PCs ein, wie auch das Beispiel des neuen MacBook Air zeigt.
Übrigens hat Flash-Speicher nichts mit Adobe Flash, einer proprietären Software für Animationen und interaktive Multimediainhalte, und dem dazu als Webbrowser-Addon benötigten Flash-Player zu tun.

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