Einkauf in Österreich: Aktuelle Einkäufer-Gehaltsstudie 2011
[07.02.2012]
Für Einkäufer in Österreich gab es bisher kein Benchmark, um sich gehaltsmäßig einzuordnen. Auch wussten Unternehmen bisher nicht: Vergüte ich marktgerecht, zahle ich zu viel, zahle ich zu wenig? Diesen Benchmark gibt es jetzt – die Einkäufer-Gehaltsstudie 2011.
Die Befragung wurde im Oktober 2011 auf Initiative des Forums Einkauf im ÖPWZ von der Personalberatung Penning Consulting und der Einkaufsberatung Kerkhoff Consulting elektronisch durchgeführt. Insgesamt haben sich 175 österreichische Unternehmen aller Branchen an der Studie beteiligt. Diese Unternehmen haben die Gehaltsdaten von 264 Positionsbildern zur Verfügung gestellt.
In der Untersuchung werden die wesentlichen gehaltsbeeinflussenden Faktoren u. a. aus den Bereichen Unternehmensgröße, Branche, Geschlecht und zu verantwortendes Einkaufsvolumen differenziert. Die Studie beruht auf fünf Positionsbildern, die in den relevanten Faktoren getrennt voneinander eingeschätzt werden: Einkaufsleiter eines großen Unternehmens, Einkaufsleiter eines kleinen oder mittleren Unternehmens, Strategischer Einkäufer, Facheinkäufer bzw. Warengruppeneinkäufer und Sachbearbeiter Einkauf.
Die Branche bestimmt die Verdienstmöglichkeiten
Einkäufer in der Energiebranche verdienen am besten und lassen andere Branchen weit hinter sich. Welche Branchen folgen, welche Branchen bilden die Schlusslichter bei der Bezahlung von EinkäuferInnen? Antworten liefert die Studie.
Die Studie belegt: Einkaufsleiter großer Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 100 Mio. Euro werden signifikant höher vergütet. Sie erhalten rund 40 % mehr Gehalt als ihre Kollegen in Unternehmen mit weniger als 100 Mio. Euro Umsatz.
Nur ein Drittel der Einkäufer in Österreich erhalten neben ihrem Grundgehalt eine variable Vergütung. Auch bei Einkaufsleitern hat gerade jeder Zweite eine Bonusvereinbarung.
Im Gegensatz zu den Kollegen im Vertrieb werden Einkäufer in Österreich schlecht motorisiert. Nur 17 % der Befragten verfügen über ein Firmenfahrzeug. Auch sonstige Zusatzleistungen gibt es nur für wenige Einkäufer. Knapp ein Fünftel erhält eine vom Arbeitgeber finanzierte Pensionsvorsorge.
Große Unterschiede bei der Bezahlung von Frauen und Männern
Durchschnittlich über alle Positionsbilder verdienen Frauen um 42 % weniger als Männer. Diese Diskrepanz ist bei größeren Unternehmen (Umsatz höher als 100 Mio. Euro) noch größer.
Weiters hat die Studie ergeben, dass die Besetzung von Vakanzen im Einkauf durchschnittlich acht Monate und länger dauert.
Für Unternehmen kommt es jetzt darauf an, die Weichen in den Anreizsystemen und bei Weiterbildungsmaßnahmen richtig zu stellen, um High Potentials für den Einkauf an Bord zu holen und zu halten.
Zur Bestellung “Einkäufer-Gehaltsstudie 2011”
Die Studie (im PDF-Format) umfasst 62 Seiten mit 72 Abbildungen.
Schutzgebühr (jeweils exkl. 20 % MwSt.):
EUR 195,– für Mitgliedsunternehmen Forum Einkauf
EUR 395,– für alle anderen Unternehmen

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