Dreisatz

[05.01.2012]

NotizchaosEine simple Beobachtung kann helfen, die eigene Produktivität zu steigern, Mitarbeiter gezielter zu führen und das allgemeine Chaos besser im Griff zu halten.

Betrachten Sie folgende Aktivitäten:

  • Sie holen den Rasenmäher aus dem Schuppen. Sie mähen den Rasen. Sie stellen den Rasenmäher zurück.
  • Sie fliegen in den Urlaub. Sie erleben einige angenehme Tage. Sie fliegen zurück.
  • Sie starten Ihren PC. Sie öffnen den Webbrowser. Sie surfen einige Seiten an. Sie schließen den Webbrowser. Sie fahren den PC herunter.

Haben Sie das allgemeine Prinzip erkannt? Fast alle Aktivitäten, die wir durchführen, bestehen aus drei Phasen - man kann auch von „Tripeln“ sprechen:

  1. Setup/Vorbereitung
  2. eigentliche Aktivität
  3. Cleanup/Nachbereitung

Im Wesentlichen ist nach dem 3. Schritt alles wieder an seinem ursprünglichen Platz, allerdings verbunden mit einem Erfolgserlebnis, eine Aufgabe abgeschlossen zu haben. Natürlich lassen sich nicht immer alle drei Schritte direkt nacheinander durchführen. Tatsächlich werden wir bei den meisten dieser Tripel zwischendurch von anderen Tripeln unterbrochen, das dritte Beispiel zeigt ein solches verschachteltes Tripel.

Die Produktivität wird beeinträchtigt und Chaos bricht aus, wenn wir zu viele Tripel ineinander verschachteln und nicht mehr dazu kommen, Tripel zeitnah abzuschließen. Viele Menschen, die latent unzufrieden mit ihrer Situation sind, leiden vor allem an zu vielen offenen Tripeln: Die Übersicht geht verloren, es fehlen die Erfolgserlebnisse.

Diese Erkenntnis können Sie nutzen, um Ihre eigene Produktivität zu steigern: Starten Sie nicht zu viele verschachtelte Tripel, sondern schließen Sie sie möglichst zeitnah ab.

Aber auch als Vorgesetzter können Sie diese Erkenntnis für Ihre Führungsarbeit nutzen: Aufgaben, die Sie verteilen, sind erst dann abgeschlossen, wenn der letzte Schritt, die Nachbereitung, abgeschlossen ist. Halten Sie Aufgaben überschaubar und sorgen Sie dafür, dass zwischen der Erledigung der eigentlichen Aktivität und der Nachbereitung („De-Briefing“) nicht zu viel Zeit vergeht. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken.




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