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Crowdsourcing
[01.04.2008]
Crowdsourcing statt Outsourcing? Beim Crowdsourcing setzt man auf die kollektive Kraft der Nutzer ... Teamarbeit ist angesagt.
Crowdsourcing ist die Bezeichnung für den Trend, bestimmte Aufgaben durch eine Gemeinschaft erarbeiten zu lassen und nicht durch Einzelne. So sollen bessere, vor allem aber kostengünstigere Resultate erzielt werden.
In der deutschen Wikipedia findet sich folgende Definition:
Crowdsourcing bzw. Schwarmauslagerung bezeichnet im Gegensatz zum Outsourcing nicht die Auslagerung von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen, sondern die Auslagerung auf die Intelligenz und die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet. Eine Schar kostenloser oder gering bezahlter Amateure generiert bereitwillig Inhalte, löst diverse Aufgaben und Probleme oder ist an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt (vgl. Schwarmintelligenz). Crowdsourcing ist ein 2006 von Jeff Howe und Mark Robinson (Wired Magazine) geprägter Neologismus.
Crowdsourcing kann auch als Form des Electronic Commerce stattfinden und wird in diesem Zusammenhang als Social Commerce bezeichnet. Dabei werden Kunden eines Anbieters zu “persönlichen Filtern anderer Kunden” und helfen diesen das bestmögliche Angebot zu finden.
Ein praktisches Beispiel ist die Entwicklung eines Marketing-Slogans durch (ahnungslose) Umfrage-Teilnehmer: Ihnen wird ein Produkt/Angebot präsentiert und sie bekommen dazu einige vorgegebene Slogans präsentiert, die sie bewerten dürfen. In der Folge dürfen die Teilnehmer eigene Slogans entwickeln. Weiteren Teilnehmern werden nun die so neuentwickelten Slogans ebenfalls zur Bewertung vorgelegt - mit der Zeit bildet sich so nicht nur heraus, welcher Slogan am besten ankommt und warum, sondern die Community hat auch die Aufgabe des Werbetexters übernommen und selbst Kreativarbeit geleistet.
Aber auch Wikipedia selbst ist ein gutes Crowdsourcing-Beispiel: Das Lexikon kann nur entstehen, indem Nutzer kostenlos ihr Wissen und ihre Arbeitszeit in die Entwicklung und Verbesserung von Beiträgen stecken. So ist Wikipedia mittlerweile zum ernstzunehmenden Konkurrenten für klassische Lexikon-Anbieter geworden. Und selbst die Möglichkeiten, Produkte in Online-Shops zu bewerten und ggf. zu kommentieren, beruht auf Crowdsourcing: Nicht der Anbieter, sondern die Community sorgt dafür, dass durch die Kundenbewertungen Merhrwert entsteht.

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