Cloud Computing
[31.03.2009]
Beim “Rechnen in der Wolke” liegen Anwendungen und Daten nicht mehr auf dem lokalen Rechner, sondern werden über das Internet von einem Anbieter bereitgestellt und gewartet.
Das Konzept des “Cloud Computing” ist nicht neu - vielmehr handelt es sich um eine Variation des SaaS-Modells (Software as a Service) und der RIA (Rich Internet Applications). Dabei werden Hardware, Software-Applikationen und Daten über ein Netzwerk bedarfsbezogen genutzt, der Anbieter übernimmt die Bereitstellung und die Pflege der Applikationen, sorgt für Datenspeicherung und die Sicherheit und Integrität der Daten.
Neu am Cloud Computing ist allerdings, dass nunmehr nicht mehr ein einzelner Rechner die gesamte benötigte Rechenkapazität bereitstellt, sondern - transparent, also unsichtbar, für den Nutzer - die Last auf ein Netzwerk verschiedener Rechner aufgeteilt wird. Zudem ermöglichen Angebote wie Amazon EC3 und Google AppEngine (GAE) neuen Anbietern von Webapplikationen, rasch die Vorteile des Cloud Computings zu nutzen, ohne selbst die benötigten Hardware-Ressourcen bereitstellen zu müssen. Diese können dort vielmehr kostengünstig und bedarfsgerecht angemietet werden.
Damit ist der Anbieter mit Cloud Computing in der Lage, flexibel auf Lastspitzen zu reagieren und die benötigten Ressourcen bei Bedarf dynamisch “aus der Wolke” zu beziehen.
Ebenso wie die Virtualisierung ermöglicht Cloud Computing Kostenvorteile gegenüber konventionellen Systemen, wenn sich z. B. die Bezahlung nach der Dauer der Nutzung des Dienstes richtet und der Dienst nur gelegentlich genutzt wird. Lokale Ressourcen (Software/Hardware) lassen sich einsparen. Für den Einsatz von Cloud Computing im Unternehmensumfeld besteht das Grundproblem in der Absicherung des Zugriffs auf die Anwendungsdaten beim Transfer zwischen lokalem Client und entferntem Server - schließlich sollen unternehmensrelevante Daten für Dritte unzugänglich aufbewahrt werden.
Cloud Computing wird beispielsweise eingesetzt, um bekannte “Soziale Netze” wie Facebook zu realisieren, aber auch die Online-Angebote von Google wie Google Apps, Google Mail oder auch YouTube basieren technisch auf diesem Ansatz.

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