Ausgeschlafen zum Erfolg: Powernapping
[12.06.2006]
In vielen Unternehmen in den USA und Japan ist es längst selbstverständlich ist: der Mittagschlaf. Und auch immer mehr europäische Unternehmen erkennen, dass Powernapping für sie und ihre Angestellten viele Vorteile bietet.
Fast jeder hat nach dem Mittagessen, in der Regel zwischen 14 und 16 Uhr ein Leistungstief. Wer die Möglichkeit hat sollte sich nach dem Essen ein kurzes Powernapping gönnen. Danach ist man nicht nur ausgeruhter, sondern auch kreativer und kann mit mehr Konzentration und neuem Schwung die Nachmittagsarbeit bewältigen.
Aber Powernapping ist nicht nur erholsam, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll: Jeder Dritte leidet an Schlafstörungen und in der Folge unter Tagesmüdigkeit. Das führt dazu, dass es zu einer Häufung von Arbeitsunfällen in den Nachmittagsstunden und zu erheblichen Produktivitätsverlusten kommt. Experten schätzen, dass weltweit jährlich durch Müdigkeit am Arbeitsplatz etwa 400 Milliarden Euro verloren gehen.
Arbeitsmediziner empfehlen daher eine bewusst eingehaltene Mittagsruhe. Der Mittagsschlaf sollte allerdings 15 bis 20 Minuten nicht überschreiten (Powernapping), sonst fällt man in Tiefschlaf und kommt am Nachmittag nur noch schwer auf Touren.
Für das Powernapping ist die richtige Entspannung sehr wichtig. In der Regel haben Sie im Büro kein Bett, zudem gibt es viele potenzielle Störquellen. Schalten Sie Telefon und Handy stumm, hängen Sie ein “Nicht stören!”-Schild vor die Türe und wählen Sie eine angenehme Powernapping-Position.
Wenn Sie die Beine spreizen und die Ellenbogen locker auf die Knie legen können Sie ein 10-minütiges Powernapping fast überall verbringen: im Büro, im Zug oder im Flugzeug.
Und noch ein Tipp: Falls Sie dazu neigen, doch in den Tiefschlaf abzugleiten, dann besorgen Sie sich einen kleinen Kurzzeitwecker. Stellen Sie ihn auf 20 Minuten, so dass er Sie nur “im Notfall” aus Ihrem Powernapping erweckt.

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