Ärger auflösen

[09.10.2005]

Ärger und Frust sind tägliche Begleiter. Wie man damit umgeht, ist individuell sehr unterschiedlich. Man kann den Ärger, die Wut und den Zorn rauslassen, oder man kann sie runterschlucken - beides ist je nach Situation und Anlass nicht immer die beste Variante: Ärger und Frust sowie unangemessene Reaktionen darauf schaden der Gesundheit und dem sozialen Miteinander, sie blockieren das Denken und führen zu negativem Stress.

Wie aber mit Ärger umgehen und die negativen Auswirkungen der “Ärgerspirale” vermeiden? Bewusster Umgang mit dem eigenen Ärger, der eigenen Frustration hilft. Denn: Ärger ist nicht von vornherein schlecht, sondern er deutet auf etwas hin, das wir ändern sollten - oder das wir akzeptieren sollten, wie es ist.

Ärger entsteht dann, wenn die Wirklichkeit nicht mit unseren Wunschvorstellungen übereinstimmt, wir aber an dieser Situation vermeintlich nichts ändern können. Doch liegt im Ärger einiges an Erkenntnismöglichkeiten, und es lohnt sich, nach dem Ziel des Ärgers und der Frustration zu fragen. Warum ärgere ich mich?

- Will ich Kontrolle?
- Will ich Anerkennung?
- Will ich Sicherheit?
- Will ich Trennung und Alleinsein?

Mit diesen Fragen lassen sich alle menschlichen Bedürfnisse, die hinter dem Ärger liegen, erkennen. Und es wird möglich, die eigenen Projektionen auf andere Menschen, auf Ereignisse und Dinge zu sehen. So wird klar: Wo ist der Ärger „sinnvoll“, weil ich selbst etwas ändern kann? Wo ist der Ärger sinnlos, weil es nicht zu ändern ist?

Sich diese Fragen gleich in der jeweiligen Ärger-Situation zu stellen, führt zu einer raschen Auflösung des Ärgers. Und damit zu einem klaren Kopf und zu mehr Lebensqualität auch in stressigen Zeiten. Probieren Sie es aus!

Diese und weitere Methoden zum Umgang mit Frust und Ärger finden Sie in dem sehr empfehlenswerten Büchlein:

Moritz Boerner: 30 Minuten für die Auflösung von Ärger und Frustration. GABAL 2005, ISBN 3-89749-513-9, ca. EUR 6,00.

Erhältlich in jeder Buchhandlung und bei Amazon.




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