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Begriffe aus der digitalen Welt


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Web OS

[01.04.2006]

weltumspannendes WebDerzeit ist Web 2.0 ein Modebegriff, der für einen neuen Internet-Hype steht - doch der nächste Stern steht schon am Himmel: Web OS lautet das neue Zauberwort, obwohl das zugrundeliegende Konzept gar nicht so neu erscheint…

Die Idee hinter Web OS ist schnell erklärt: Der Nutzer soll alle Applikationen, die er benötigt, online über einen Application Server nutzen. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Adressdatenbank, Kalender, Instant Messenger, aber auch Taschenrechner oder Bildbetrachter - alles wird aus dem Webbrowser heraus bedient und auch die Daten liegen auf dem entfernten Server. So kann man von jedem Rechner mit Internet-Zugang auf seine Daten und Anwendungen zugreifen, unabhängig vom Betriebssystem und ohne Installation und lokale Updates.

Der Browser wird so zum Desktop, Kollaboration ist quasi eingebaut - können sich doch mehrere Anwender Desktop, Anwendungen und Dokumente teilen. Vor wenigen Jahren haben die Befürworter einer ähnlichen Application-Server-Idee noch erleben müssen, dass Bandbreiten nicht ausreichten und niemand seine Daten einem fremden Server anvertrauen wollte. Aber seitdem ist viel passiert: Google Mail und IMAP haben den Nutzer erzogen, seine Mails einem fremden Server anzuvertrauen; seine Fotos speichert man nicht nur bei Flickr, sondern teilt sie damit auch mit einer breiten Öffentlichkeit; die Verfügbarkeit von Blogs und Kommentarfunktionen verführt manchen gar zu öffentlichen Seelenstrips ... und Breitband ist zur Norm geworden. Gute Voraussetzungen dafür, dass Web OS durchaus Anhänger finden könnten - zumal die genannten Anwendungen zeigen, dass vieles mit einem intelligenten Geschäftsmodell für Endanwender kostenfrei zur Verfügung gestellt werden kann.

Wer einen Eindruck von dem gewinnen wollen, was Web OS bereits heute können, dem sei einen Blick in eyeOS empfohlen. Sie sollten zwar möglichst den Firefox 1.5 einsetzen, Javascript eingeschaltet haben und über eine schnelle Internet-Anbindung verfügen ... aber dann ist allein die Demo recht ansprechend. Auch wenn man sich für den sinnvollen Einsatz noch etliches wünschen würde - aber eyeOS ist Open Source: Sie können es auf dem eigenen Server installieren und sich an der Entwicklung beteiligen. Ob Sie allerdings Ihre Kalkulationen und Geschäftsdaten einem externen Service anvertrauen wollen, steht auf einem anderen Blatt.


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.eu-Domains

[05.03.2006]

Am 22. Mai 2003 wurde von der Europäischen Union beschlossen, zusätzlich zu den länderspezifischen Top Level Domains (wie .at, .de oder .fr) eine europaweite Top Level Domain .eu einzuführen und mit der Verwaltung die EURid (European Registry of Internet Domain Names, http://www.eurid.eu) zu betrauen.

Seit dem 7. Dezember 2005 können Inhaber einer nationalen oder europäischen Marke den gleichlautendenden Domain-Namen anzumelden (Sunrise-Phase 1) und seit dem 7. Februar 2006 läuft die sog. Sunrise-Phase 2, in der Inhabern weiterer priviligierter Rechte (z.B. Firmennamen, Künstlernamen etc.) die Registrierung ermöglicht werden soll. Ab dem 7. April 2006 ist es dann jedermann möglich, eu-Domänen zu registrieren (Landrush-Phase).

In allen Phasen gilt, dass der Antragsteller eine Anschrift innerhalb der EU aufweisen muss, in den beiden Landrush-Phasen wurden umfangreiche, beglaubigte und strengen Formvorschriften genügende Unterlagen benötigt, um eine .eu-Domain zu registrieren.

Zukünftig sollten sich Internet-Nutzer daher darauf einstellen, dass gerade Unternehmen verstärkt .eu-Domains nutzen. Anfang März 2006 waren bereits über 3.000 .eu-Domains in Gebrauch, zugleich lagen aus den beiden Sunrise-Phasen rund 300.000 Anträge für Domain-Registrierungen vor. Experten erwarten, dass mit Beginn der Landrush-Periode, also ab dem 7. April, ein weiterer beachtlicher Anstieg der Anträge zu erwarten ist, da ab dann die Registrierung jedes noch freien Domänennamens möglich wird für jeden, der in der Europäischen Union ansässig ist.


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MDA, Mobile Digital Assistant

[04.02.2006]

Ein MDA kombiniert die Funktionen eines PDAs mit denen eines Mobiltelefones - manche Anbieter bevorzugen auch den Begriff “Smartphone”. Der Vorteil für den vielreisenden Geschäftsmann: Statt mehrerer Geräte reicht es, nur den MDA einzustecken. Er ist Mobiltelefon, Adressdatenbank, Terminplaner, Notizblock, Diktiergerät, Wecker, Taschenrechner, MP3-Player und vieles mehr in einem. Zudem integrieren Hersteller immer häufiger Digitalkamera-Funktionen und sogar GPS-Empfänger.

Durch die Handy-Funktionalität wird der MDA zur Kommunikationszentrale und kann neben SMS und MMS auch E-Mails abrufen und versenden, Webseiten über einen integrierten Webbrowser abrufen und anzeigen und teilweise sogar Faxe versenden. Immer mehr MDAs stellen Verbindungen nicht nur über das Mobilfunknetz her, sondern haben auch WLAN und Bluetooth eingebaut, um Verbindungen mit der Außenwelt aufzubauen. Ist ein GPS-Empfänger eingebaut oder zumindest extern anschließbar, so eignet sich das Gerät auch zur Navigation ... bei eingebautem Empfänger auch für Fußgänger oder Radfahrer.

Praktisch ist ein MDA nicht nur auf Reisen: Neben dem Wegfall mehrerer Geräte und Netzteile entfällt auch das lästige Synchronisieren der Daten auf verschiedenen Endgeräten. Allerdings werden die Vorteile zum Teil durch geringe Akkulaufzeiten erkauft, ein MDA ist größer als ein klassisches Handy und die Fotofunktionen sind im Vergleich zu spezialisierzen Digitalkameras recht bescheiden. Viele MDAs verzichten auf eine eingebaute Tastatur - und wenn sie doch vorhanden ist, sind die Tasten entsprechend klein und die Tastaturbelegung ungewohnt. Kompromisse, mit denen der Besitzer leben muss. Wichtig ist es daher vor dem Kauf verschiedene Geräte zu vergleichen und zu testen. Nur, weil Ihnen Ihr Mobilfunkanbieter ein verlockendes Angebot macht, sollten Sie nicht blind zuschlagen.


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Wikipedia

[15.01.2006]

Wikipedia ist eine von freiwilligen Autoren verfasste, mehrsprachige, freie Online-Enzyklopädie. Der Begriff setzt sich aus “Encyclopedia” und “Wiki” zusammen, einer Software, mit der jeder Internetnutzer im Browser Artikel anlegen oder bearbeiten kann. International haben bisher etwa 100.000 angemeldete Benutzer und eine unbekannte Anzahl anonymer Mitarbeiter zum Projekt beigetragen.

An der deutschsprachigen Ausgabe arbeiten ständig mehr als 600 Autoren. Betrieben wird das Projekt von der Wikimedia Foundation, einer Non-Profit-Organisation mit Sitz in Florida, USA. Wikipedia wurde am 15. Januar 2001 ins Leben gerufen.

Informationen zur Wikipedia liefert die Wikipedia selbst:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia

Lesenswerte Artikel zur Wikipedia:

Heise online: It’s a Wiki World - 5 Jahre Wikipedia

Telepolis: Fünf Herausforderungen für die Wikipedia


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AJAX

[12.12.2005]

AJAX ist die Abkürzung für “Asynchronous JavaScript and XML”. Zusammen mit Web 2.0 ist AJAX eines der aktuellen “Modethemen” in der Informationstechnologie. Die Technik hinter AJAX: Mittels JavaScript wird aus einer geladenen Website eine Verbindung zum Server aufgebaut und mittels XML werden dynamisch und zielgerichtet bestimmte Daten abgerufen. Diese Daten werden dann genutzt, um die angezeigte Seite nachträglich – und ohne dass sie selbst neu geladen werden müsste – mit Informationen anzureichern. Neu daran ist, dass nicht eine gesamte Webseite neu geladen wird, sondern nur Teile davon nachgeladen werden. Der Vorteil: Die Serverlast wird reduziert und der Anwender hat eine Benutzeroberfläche vor sich, die schneller auf Eingaben reagiert. Diese Technologie wird zum Beispiel bei virtuellen Landkarten angewendet.

Umfassende Informationen zu AJAX sowie Links zu Anwendungsbeispielen bietet die Wikipedia [Eintrag AJAX (Programmierung)]

 


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