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Begriffe aus der digitalen Welt


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Digital Signage

[09.04.2010]

InfodisplayDigital Signage (etwa “digitale Beschilderung”) bezeichnet die gemeinsame Anzeige von Informationen und Werbung auf Displays beispielsweise in Geschäften, Restaurants, U-Bahnen, Bahnhöfen und Kliniken.

Dabei geht das Konzept des Digital Signage deutlich über die simple Anzeige von Werbung hinaus. Es wird meist zur Unterhaltung und Information in Wartesituationen sowie als Informationsmedium eingesetzt. Ziel ist die Verknüpfung von Werbung, Information und Unterhaltung zu einem ansprechenden Infotainment-Angebot.

Typisch für Digital Signage ist die Einbindung aktueller Informationen, wie beispielsweise Abfahrtszeiten, Nachrichten oder anderen zeit- oder eventbasierten Daten. Damit unterscheidet sich das Konzept deutlich von konventionellen elektronischen Werbedisplays.

Aber auch in Unternehmen erobert Digital Signage immer mehr Einsatzbereiche. Angefangen von Infodisplays für Besucher über Leitsysteme für Seminar- und Konferenzveranstaltungen bis hin zum Bereich Lagerhaltung und Produktionssteuerung.

Weiterführende Informationen: Wikipedia, MIX-L.com


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Android

[07.03.2010]

Android-LogoSeit Ende 2008 sind Smartphones mit dem quelloffenen Betriebssystem Android erhältlich, das von der Open Handset Alliance unter Federführung von Google entwickelt wird.

Android und die mittlerweile zahlreich verfügbaren Android-basierten Smartphones werden häufig als Antwort auf das oder gar »Killer« des iPhone von Apple verstanden. Tatsächlich handelt es sich bei Android nicht nur um ein Handy-Betriebssystem, sondern auch um eine Software-Plattform für eine Vielzahl von mobilen Geräten wie Smartphones, Mobiltelefone und Netbooks. Mittlerweile werden (Stand Februar 2010) täglich 60.000 Android-basierte Mobiltelefone ausgeliefert.

Eine Besonderheit von Android besteht darin, dass es frei und quelloffen ist. Das bedeutet, dass Interessenten prinzipiell eigene Versionen programmieren und sich an der Weiterentwicklung beteiligen können. Dies macht es für Smartphone-Hersteller interessant, eigene Android-Geräte zu entwickeln. Die Open Handset Alliance hat mittlerweile über 65 Mitglieder, darunter Netzbetreiber, Geräte- und Chip-Hersteller, Softwareunternehmen und Solution-Provider.

Für Android-Geräte stehen im Android Market und anderen Sites zahlreiche Apps kostenlos oder kostenpflichtig zum Download zur Verfügung. Von Verfechtern der Android-Plattform wird häufig die Offenheit des Systems als zentraler Aspekt - insbesondere im Vergleich zum komplett geschlossenen iPhone von Apple - genannt.

Zugleich zeichnen sich Android-Handys durch die enge Integration des Gerätes mit Google-Diensten wie GMail, Maps u.a. aus. Kritiker sehen hier die Gefahr, dass Nutzer von Android-basierten Endgeräten unfreiwillig dazu beitragen, dass der Suchmaschinengigant Datenprofile über sie anlegt und auswertet. Im Internet finden sich jedoch auch Anleitungen, um ein Android-Handy komplett von den Google-Anwendungen zu befreien bzw. ohne Einschränkung der Funktionalität auf sie komplett zu verzichten.

Für Interessenten ist es wichtig, sich vor dem Kauf eines Gerätes intensiv mit seinen Funktionen und seiner Ausstattung zu beschäftigen: Die verfügbaren Geräte unterscheiden sich zum Teil deutlich in ihrer Funktionalität, aber auch ihren Ausstattungsmerkmalen. Allen Android-basierten Handys gemein ist, dass sie ohne einen Datentarif kaum sinnvoll nutzbar sind.


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Augmented Reality

[02.02.2010]

Augmented RealityUnter Augmented Reality (AR, zu deutsch: „erweiterte Realität“) wird eine computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung verstanden, häufig durch die visuelle Darstellung von Informationen in einem Live-Bild.

Jeder kennt Szenen aus Science-Fiction-Filmen, in denen Roboter bei der Betrachtung ihrer Umgebung parallel Zusatzinformationen zur Kamerainformation eingeblendet bekommen. Mittlerweile ist diese Art der Informationsergänzung keine Fiktion mehr, sondern fließt immer stärker in unseren Alltag ein.

Intelligente Fahrzeuginformationssysteme blenden über sogenannte Heads-Up-Displays Daten wie Fahrzeuggeschwindigkeit oder auch den Abstand zum Vorder- bzw. Hintermann (praktisch beim Einparken) direkt in das Sichtfeld des Fahrers. Navigationssysteme nutzen die gleiche Technik, um die Navigationsinformationen so verfügbar zu machen, dass man den Blick nicht mehr von der Straße nehmen muss.

Aber AR kann viel mehr: Für Smartphones sind Anwendungen verfügbar, die basierend auf den GPS-Koordinaten in ein von der Handykamera aufgenommenes Live-Bild Informationen über die Berge am Horizont einblenden - und wer möchte nicht mit seinen Geografiekenntnissen glänzen. Andere Anwendungen erlauben es, „virtuelle“ Nachrichten an beliebigen Plätzen zu hinterlassen. Nur wer die gleiche Anwendung nutzt und vor Ort ist, sieht die Botschaft auf dem Display im Raum schweben und kann sie „pflücken“. Eine ganz neue Form der virtuellen Schnitzeljagd. Und neuartige Spiele nutzen AR, um das virtuelle Spielgeschehen in die reale Welt zu transportieren.

Auch die Medizin setzt große Hoffnungen auf AR: Während der Operation können dem Arzt z.B. über eine Videobrille oder spezielle Kontaktlinsen zusätzliche Daten zum Patienten (wie Vitalfunktionen) eingeblendet werden.

In all diesen Fällen besteht ein AR-System immer aus einer um ergänzende Informationen erweiterten Live-Wahrnehmung - zumeist einem Live-Bild mit zusätzlich eingeblendeten Text- oder Grafikinformationen. Die Anwendungen reichen von der Unterhaltung über Medizin bis hin zu Industrie, Militär oder auch kollaborativen Teamarbeiten.

Noch begrenzen die technischen Möglichkeiten die Anwendung der AR, aber die aufkommenden Smartphone-Anwendungen zeigen die vielfältigen Einsatzbereiche auf.


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Multitouch-Bedienung

[09.01.2010]

FingerabdruckModerne Geräte mit Multitouch-Bedienung erlauben die Gestensteuerung mit mehreren Fingern über eine berührungsempfindliche Oberfläche und gelten als besonders “in”.

Geräte wie tragbare Computer, Smartphones oder auch Digitalkameras sollen immer einfacher und intuitiver bedienbar sein. Hier spielt die Nutzung berührungsempfindlicher Displays eine wichtige Rolle: Statt separater Tasten und Trackpads, einer Maus oder einem speziellen Stift erfolgt die Bedienung direkt mittels des eigenen Fingers und möglichst „natürlicher“ Gesten.

Bei Multitouch-Bedienkonzepten können diese Gesten nicht nur von einem Finger ausgeführt werden, sondern parallel von mehreren. Damit ergeben sich mehrere („multi“) Berührungspunkte („touch“) auf dem Display, die von dem Gerät zeitgleich erfasst und ausgewertet werden müssen.

Hilfreich ist dies beispielsweise dann, wenn angezeigte Inhalte wie Fotos oder Texte gedreht oder in der Größe verändert werden sollen - zwei Finger, die im einen Fall eine kreisförmige Bewegung über dem Objekt ausführen oder deren Abstand zueinander proportional zur gewünschten Größenveränderung verändert wird, reichen dann völlig aus.

Multitouch-Bedienkonzepte sind relativ neu und haben besonders durch das iPhone große Popularität erreicht. Windows war bis zur Version Windows 7 nicht multitouch-fähig. Die neue Version ist es grundsätzlich, erfordert aber nicht nur geeignete Eingabegeräte: Auch die Programme müssen so (um-)geschrieben werden, dass sie Multitouch-Gesten auswerten und geeignet reagieren können.

Übrigens: Obwohl naheliegend, ist es nicht notwendig, dass Display und Gestenerfassung eine Einheit bilden. So gibt es für normale Windows-PCs mittlerweile Multitouch-fähige Grafiktabletts, die Ausgabe erfolgt dann weiterhin über den vorhandenen Monitor, nur die Gesteneingabe über das spezielle Tablett. Vorteil: weniger Fingerabdrücke auf dem Monitor.


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Apps und App-Stores

[04.12.2009]

App StoreSelten hat ein neues Konzept einen Markt so umgekrempelt wie der Boom der sogenannten Apps. Insbesondere im Mobilfunk-Bereich hat derjenige das Nachsehen, der seinen Nutzern keinen eigenen App-Store bieten kann.

Doch der Reihe nach. Apps (Kurzform für: Applications) sind eigentlich nichts Neues: kleinere oder größere Anwendungen, die ein Gerät um neue Funktionen erweitern. Insofern sind die Programme, die man sich früher mühsam für seinen Palm PDA oder sein Windows Mobile Smartphone besorgt hat, ebenfalls Apps.

Doch erst Apple hat mit dem iPhone und dem iPod touch das Konzept revolutioniert. Waren Handy und MP3-Player bis dahin vor allem zum Telefonieren respektive Musikhören gut, setzte Apple bei diesen Geräten darauf, dass sie extrem einfach vom Nutzer durch zusätzliche Programme (eben: Apps) um weitere Funktionen ergänzt werden können.

Diese Apps sollten aber nicht nur leicht einzuspielen sein, sondern auch an einer zentralen Stelle für die Nutzer aufzufinden. Die Idee des App-Stores war geboren: ein vom Gerät selbst durchstöberbarer App-Katalog, über den interessante Anwendungen gleich gekauft und installiert werden können. Der App-Store ist somit der zentrale Anlaufpunkt für Kunden, die nach neuen Apps Ausschau halten.

Das Konzept bietet viele Vorteile:

  • Für die Käufer gewinnen Geräte, die über Apps und App-Stores bequem um neue Funktionen erweiterbar sind, enorm an Attraktivität. Handy und MP3-Player werden so zu Gaming-Plattformen, mobilen Büros, E-Book-Readern, Travel-Guides und sogar Navigationssystemen ... kaum ein Bereich, für den sich nicht eine geeignete App finden ließe. Durch den App-Store muss man sich nicht mühsam im Web informieren, sondern findet alles an einer zentralen Stelle gebündelt.
  • Für den Anbieter bedeutet der App-Store zusätzliche Einnahmen und eine höhere Bindung der Kunden: Wer wird auf eine neue Plattform wechseln, wenn er zig Apps für die bisherige erworben und mit seinen Daten gefüttert hat?
  • Und für Programmierer bedeutet der App-Store eine wesentlich größere Sichtbarkeit und erheblich vereinfachte Distributionswege für die entwickelten Anwendungen.

Heute versuchen im Grunde alle Handy-Hersteller, dieses Konzept zu kopieren: kein zukunftsweisendes Endgerät ohne Erweiterbarkeit durch Apps aus einem zentralen App-Store. Allerdings sind die virtuellen Regale mancher App-Stores deutlich besser gefüllt als die anderer.

Und das Konzept springt auch auf andere Bereiche über: Hersteller arbeiten an den Nachfolgern des TV-Geräts, die sich mittels Apps zu vernetzten Multimedia-Entertainment-Centern mausern sollen; Spielekonsolen nutzen das Vertriebsmodell, um schnell neue Games laden zu können, ohne sich erst eine DVD kaufen zu müssen; erste E-Book-Reader sollen über Apps multifunktional erweiterbar werden, und es wird sogar daran gearbeitet, das Prinzip auf den klassischen Desktop zu übertragen.


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