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Begriffe aus der digitalen Welt


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Google Street View

[27.08.2010]

imageZusatzdienst zu Googles Kartendienst Google Maps und dem Geoprogramm Google Earth. Es werden Ansichten in 360°-Panoramabildern aus Straßenperspektive dargestellt.

Die Idee von Google Street View ist so einfach wie bestechend: In Google Maps und Google Earth kann der Nutzer einen Ansichtsmodus aktivieren, mit dem er Straßenzüge aus der Sicht eines Autofahrers betrachten und schrittweise Straßen „entlangfahren“ kann.

Dazu hat Google eine Flotte speziell ausgestatteter Fahrzeuge (und mittlerweile sogar Fahrräder) ausgeschickt, mit denen in festgelegten Abständen von einer an einem Mast montierten Kamera Rundum-Fotos aufgenommen werden. Die Fotos werden per Software zusammengesetzt und geben dem Nutzer einen eindrucksvollen Einblick. Dieser kann an jeder Stelle des so aufbereiteten Gebietes in alle Richtungen schwenken und Ausschnitte heranzoomen ... oder eben dem Straßenverlauf folgen und bei Kreuzungen abbiegen.

Google Street View ist sowohl im Web per Google Maps abrufbar, aber auch über die Anwendung Google Earth. Auch auf Smartphones (iPhone, Android, S60, Blackberry, Windows Mobile, ...) sind die Street View Ansichten für die erfassten Gebiete abrufbar.

Zwar sind längst nicht alle Gebiete erfasst, aber eine Auflistung in der englischsprachigen Wikipedia gibt Auskunft über die abgedeckten Bereiche. So sind in den USA alle Großstädte und fast alle größeren Straßen erfasst, zudem sogar etliche Nationalparks und Attraktionen. In anderen Ländern hat Google Street View zum Teil nur Hauptstraßen erfasst oder ist noch gar nicht gestartet.

Google Street View kann hilfreich sein, um effektiver an ein Ziel navigieren zu können, es erlaubt Rettungsdiensten (v.a. in den USA), sich mit den Örtlichkeiten eines Rettungseinsatzes vorab bekannt zu machen, aber es macht auch einfach nur Spaß, z.B. in Las Vegas als „virtueller Tourist“ den berühmter Strip „abzufahren“.


View Larger Map
“Fahrt” über die Golden Gate Bridge mit Blick auf San Francisco (links)

Neben den Gebäuden und dem Straßenverlauf zeigt Street View aber auch Personen und Fahrzeuge, die von den Kameras erfasst werden. Durch Verpixelung wird versucht, den Persönlichkeitsschutz zu wahren. Trotzdem gibt es zahlreiche Websites, die besonders „interessante“ Aufnahmen sammeln und präsentieren - vom Passanten, der gerade seine Notdurft verrichtet über besondere Fahrzeuge (Erlkönige, ...), die von der Kamera erfasst wurden, bis hin zu Unfällen, Einbruchsversuchen und sonstigen kuriosen Szenen.

Neben den erfassten Personen und ggf. identifizierbaren Fahrzeugen ist aber auch umstritten, ob der Dienst überhaupt flächendeckende Aufnahmen von Straßenzügen machen darf. Dies gilt umso mehr, als die Kameras in ca. 2,5m Höhe montiert sind und Datenschützer argumentieren, dass dies keine übliche Blickhöhe sei.

Insbesondere in Deutschland steht der Dienst wegen Datenschutzbedenken unter Beschuss. Zwar sichert Google Betroffenen zu, Personen und auch Gebäude fallweise zu verpixeln, aber die Einspruchsfristen werden als zu kurz gewertet bzw. von manchen Politikern gar die generelle Rechtmäßigkeit in Frage gestellt.


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Geocaching

[12.07.2010]

GeocachingPopuläre Schnitzeljagd und Schatzsuche per GPS-Empfänger, bei der es (weltweit) um das Auffinden kleiner Verstecke geht.

Geocaching setzt sich zusammen aus den Begriffen „geo“ (griechisch für Erde) und „cache“ (englisch für geheimes Lager, Versteck). Das Prinzip ist einfach: Jemand versteckt irgendwo ein Döschen mit einem kleinen „Schatz“ sowie einem Notizbüchlein, dem Logbuch, und veröffentlichen das Versteck in Form von GPS-Koordinaten im Internet. Potenzielle Schatzsucher finden diese Koordination im Internet und machen sich mit ihrem GPS-Empfänger oder mit GPS ausgestatteten Smartphone auf den Weg, das Versteck zu finden. Für viele Smartphones wie beispielsweise das iPhone gibt es spezielle Programme, die die Schatzsucher unterstützen.

Einmal gefunden wird eine Kleinigkeit aus dem Inhalt der Dose (der „Schatz“) ausgetauscht, der Besuch geloggt, also der Fund im Logbuch protokoliert und die Dose wieder an derselben Stelle versteckt - für den nächsten Schatzsucher.

Was sich simpel anhört, wird durch die Vielzahl unterschiedlicher Caches spannend: So gibt es Caches an einfach zugänglichen Orten mitten in der Stadt, aber auch welche, die nur über Kletteraktionen, Wanderungen oder gar Tauchgänge erreichbar sind. Manche Caches erhalten nur Hinweise auf weitere Verstecke und sorgen so für eine Schnitzeljagd. Und Geocaches sind überall um uns herum - ohne dass es die meisten „Normalbürger“ jemals merken würden. Allein im Großraum Wien gibt es Hunderte von Verstecken!

Desweiteren werden die Koordinaten nicht einfach irgendwo im Internet veröffentlicht, sondern auf speziellen Geocaching-Seiten, von denen es kostenlose, aber auch kommerzielle gibt. Rund um diese Seiten haben sich Communities entwickelt, deren Mitglieder untereinander im Wettbewerb um das Aufspüren der meisten/entferntesten/kompliziertesten/... Verstecke stehen. Auch die Möglichkeit, Freizeitbeschäftigungen mit Abenteuer zu verbinden, macht einen Teil des Reizes von Geocaching aus.

Übrigens: Auch immer mehr Tourismusverbände setzen auf Geocaching und haben Listen mit speziellen Caches in der Umgebung. Ein toller Spaß auch für den Urlaub mit Kindern, die sich begeistert auf die Suche nach den Caches machen.

Mehr zum Thema Geocaching bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geocaching


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Was ist eigentlich HD-Video?

[10.06.2010]

HD ready LogoImmer mehr Handys und Kameras können laut Hersteller HD-Video aufnehmen, moderne TV-Geräte tragen Logos wie „HD ready“ oder „Full HD“. Was steht dahinter?

HD steht für „High Definition“ und sagt für sich zunächst einmal nicht viel aus. Vielmehr kommt es auf die genaue Spezifikation an. So gibt es im Video/TV-Bereich standardisierte Auflösungen, die mit den Kürzeln 720p, 1080i bzw. 1080p gekennzeichnet werden.

720p bedeutet eine vertikale Auflösung von 720 Bildpunkten (bzw. Linien), was bei quadratischen Pixeln und einem 16:9-Bildverhältnis in der Regel eine Gesamtauflösung 720x1280 ergibt. Bei 1080i/p sind es entsprechend 1080 Bildpunkte in der Vertikalen und insgesamt eine Auflösung von 1080x1920.

Allerdings gibt das nachstehende p bzw. i an, ob es sich um ein “progressive”- oder ein “interlaced”-Format handelt. Der kleine, aber gewaltige Unterschied: Beim 1080i-Format werden zeitversetzt zwei Halbbilder übertragen, einmal nur die geraden und einmal nur die ungeraden Bildzeilen. Damit reduziert sich die effektive Auflösung deutlich.

Moderne Geräte mit dem „Full HD“- oder „HD ready 1080p“-Logo unterstützen die Auflösung 1080x1920. Die einfachen „HD ready“-Geräte bieten nur eine Auflösung von 720x1280 und müssen Bildmaterial in der 180i/p-Norm daher erst herunterrechnen.

Zusätzlich zur Auflösung ist auch noch die Bildwiederholrate (Framerate) von Bedeutung. 720p50 bedeutet dann, dass 50 Vollbilder in der Auflösung 720x1280 verarbeitet (angezeigt bzw. bei Kameras aufgenommen) werden. 1080i50 bedeutet 50 Halbbilder.

In Europa sind (aufgrund alter Standards und der 50 Hertz des Stromnetzes) 50 bzw. 25 Frames üblich, in den USA 60 bzw. 30. Werden deutlich weniger als 25 Bilder pro Sekunde angezeigt, so geht der flüssige Bewegungseindruck für den Menschen verloren, das Video „ruckelt“.

Wer sich allerdings eine moderne Videokamera für den Urlaub kauft, sollte vorher schauen, ob seine Endgeräte die hohe Auflösung überhaupt wiedergeben können. Beim Kauf eines neuen TV-Gerätes ist es aufgrund der Zukunftssicherheit empfehlenswert, zu einem Gerät nach „Full HD“/1080p-Norm zu greifen.


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LTE

[06.05.2010]

imageDie Abkürzung LTE steht für Long Term Evolution und bezeichnet einen neuen, sich in der Entwicklung befindlichen Mobilfunkstandard, der UMTS in den kommenden Jahren ablösen soll.

Die deutsche Bundesnetzagentur hat am 12. April 2010 damit begonnen Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz, 2,6 GHz für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von LTE-Telekommunikationsdiensten zu versteigern. Mittlerweile wurde bei der Auktion die 3-Mrd-Euro-Marke übersprungen. Die beteiligten Mobilfunkunternehmen und Netzbetreiber versprechen sich von der neuen Technik Download-Raten von über 100MBit/s, was einem Vielfachen der bisher mobil zur Verfügung stehenden Kapazität entspricht.

LTE soll es den Mobilfunkanbietern ermöglichen, kostengünstig hochratige Datendienste anzubieten und so das mobile Internet zum Massenmarkt zu machen. Die geringen Latenzzeiten bei LTE erlauben die Übertragung von Sprachdiensten (VoIP) und Videotelefonie über das Internetprotokoll sowie den Einsatz zeitkritischer Anwendungen wie zum Beispiel Online-Spiele.

Eine weitere Besonderheit von LTE besteht darin, dass ein kostengünstiger Migrationspfad von UMTS über HSDPA und HSUPA zu LTE vorgesehen ist. Für die Betreiber würde dies bedeuten, dass sie ihre bestehenden Investitionen in die mobilen Datennetze nicht abschreiben müssten, sondern schrittweise auf die neue Technologie aufrüsten können.


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Digital Signage

[09.04.2010]

InfodisplayDigital Signage (etwa “digitale Beschilderung”) bezeichnet die gemeinsame Anzeige von Informationen und Werbung auf Displays beispielsweise in Geschäften, Restaurants, U-Bahnen, Bahnhöfen und Kliniken.

Dabei geht das Konzept des Digital Signage deutlich über die simple Anzeige von Werbung hinaus. Es wird meist zur Unterhaltung und Information in Wartesituationen sowie als Informationsmedium eingesetzt. Ziel ist die Verknüpfung von Werbung, Information und Unterhaltung zu einem ansprechenden Infotainment-Angebot.

Typisch für Digital Signage ist die Einbindung aktueller Informationen, wie beispielsweise Abfahrtszeiten, Nachrichten oder anderen zeit- oder eventbasierten Daten. Damit unterscheidet sich das Konzept deutlich von konventionellen elektronischen Werbedisplays.

Aber auch in Unternehmen erobert Digital Signage immer mehr Einsatzbereiche. Angefangen von Infodisplays für Besucher über Leitsysteme für Seminar- und Konferenzveranstaltungen bis hin zum Bereich Lagerhaltung und Produktionssteuerung.

Weiterführende Informationen: Wikipedia, MIX-L.com


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